Covestro-Showcar mit viel Polycarbonat

Kunststoffe sind leichter als Glas – aber nicht nur. Wie sich das Auto sonst noch verändern könnte, wenn mehr Polycarbonat genutzt wird, zeigt Materialentwickler Covestro mit einem orange schimmernden Showcar.

 

Zusammen mit Hella und dem Umeå Institute of Design hat Covestro ein Konzeptfahrzeug entwickelt, das eine Rundumverscheibung aus Polycarbonat nutzt. Selbst die A-Säule ist transparent | Abb. Covestro

Zusammen mit Hella und dem Umeå Institute of Design hat Covestro ein Konzeptfahrzeug entwickelt, das eine Rundumverscheibung aus Polycarbonat nutzt. Selbst die A-Säule ist transparent | Abb. Covestro

Zusammen mit Hella und dem schwedischen Umeå Institute of Design hat Covestro (ehemals Bayer MaterialScience) ein Konzeptfahrzeug entwickelt, das zeigen soll, wie Polycarbonat, Lichtdesign und Sicherheit zusammenwirken können. Das namenlose Fahrzeug wurde erstmals auf der Messe K gezeigt und reist derzeit von Veranstaltung zu Veranstaltung.

Augenfälligstes Merkmal des Fahrzeuges ist die Rundumverscheibung aus leichtem Polycarbonat und die ebenfalls transparenten A-Säulen, die bisherige tote Winkel durch die Stützen vermeiden soll. Noch intensiver setzte sich Covestro und Partner Hella mit der Lichtsituation auseinander, das noch viel stärker zum stylenden Element werden soll – aber auch neue Möglichkeiten der Interaktion mit den anderen Verkehrsteilnehmern erlaubt. Leuchtende Flächen, integrierte LED-Strahler ergeben neue Optionen für die Front- und Heckgestaltung. Dabei setzen die Entwickler unter anderem auf holografische Folien wie die „Bayfol HX“, mit der sich platzsparend unterschiedliche Lichtfunktionen direkt in Karosserieteile integrieren lassen. Zugleich ermöglichen die Polycarbonat-Teile einen homogeneren Einbau von Sensoren und Displays, die für das autonome Fahren notwendig sind.

Um das Konzeptfahrzeug entsprechend zu präsentieren, hat das Covestro-Schwesterunternehmen BASF Coatings übrigens extra einen neuen Lack-Farbton entwickelt, der sich „Verbosian Orange“ nennt und ein metallisch leuchtendes Orange darstellt. Der Beschichtungsaufbau besteht aus dem pigmentierten und wässrigen Basislack sowie dem niedrigviskosen Polyurethan-Klarlack, der sich auch polieren lässt.

Link
covestro.com

VERWANDTE NEWS

Fluidsolids: Biopolymere vom Designer Eigentlich ist Beat Karrer Industriedesigner, mit Fluidsolids tritt er als Werks...
Selbstreparierender Lack Autolacke, die oberflächliche Kratzer selbst beseitigen, wurden immer wieder ang...
Designfabrik auch in Shanghai BASF verstärkt seine Präsenz im asiatischen Raum und eröffnet in Shanghai eine z...
Biowerkstoff für die faire Maus Mit der „Fairen Computermaus“ des Vereins Nager IT kommt nun ein vom Institut fü...
Leuchtdioden-Kühlkörper aus Kunststoff Mehr Gestaltungsfreiheit für LED-Kühlkörper und damit auch für Leuchten verspric...

Comments are closed.