Fliegt und fährt: Pop.Up

Das fliegende Auto scheint nach wie vor eine attraktive Vision, obwohl bislang alle Projekte nicht zündeten. Jetzt versuchen es Italdesign und Airbus – mit dem modularen und autonomen Konzept „Pop.Up“.

Das Konzept „Pop.Up“ besteht aus den drei Teilen Passagierkapsel, Land- und Luftmodul. Alle Module werden elektrisch angetrieben, verfügen über eigene Batteriekapazitäten und docken autonom an | Abb. Italdesign

Das Konzept „Pop.Up“ besteht aus den drei Teilen Passagierkapsel, Land- und Luftmodul. Alle Module werden elektrisch angetrieben, verfügen über eigene Batteriekapazitäten und docken autonom an | Abb. Italdesign

Es gehört wohl zu den irrigsten Vorstellungen, die Probleme mit überlasteten Verkehrs-Infrastrukturen durch die Einbezieung der die dritten Dimension zu lösen. So wird seit Jahren an fliegenden Autos gebastelt, was meist in monströsen und völlig untauglichen Konzepten endet – und die Engpässe allenfalls in die Luft verlagern würde.

Nun hat sich auch noch Airbus dieses Themas angenommen und zusammen mit Italdesign ein Konzept namens „Pop.Up“ entwickelt, das beide Unternehmen während des Genfer Autosalons präsentierten. „Pop.Up“ ist eine neue Variante des fliegenden Autos,  aber es basiert zumindest auf einem modularen Prinzip, das ansatzweise interessant erscheint. Im Zentrum steht die „Capsula“ genannte Kabine aus Karbonfaser, die mit ihren 2,6 Metern Länge zwei Passagieren Platz bietet. Die Zelle lässt sich nun mit einem Straßen- und Luftmodul kombinieren – je nach Notwendigkeit. Die berechnet der interne Algorithmus und wählt entsprechend der idealen Strecke zum Ziel das Transportmodul aus. Denn „Pop.Up“ ist als komplett autonomes Fahrzeug gedacht, sowohl auf der Straße wie in der Luft elektrisch unterwegs.

Das Luftmodul dockt am Dach der Kaspel an und verfügt über acht gegenläufige Rotoren mit jeweils 1,78 Metern Durchmesser. Für den Antrieb sorgen acht Elektromotoren mit jeweils 17 kW Leistung, die auch Senkrechtstarts und -landungen ermöglichen sollen. Die Batteriekapazität gibt Airbus mit 70 kWh an. Das Landmodul hingegen arbeitet mit zwei Elektromotoren mit 60 kW Leistung, seine Reichweite liegt bei 130 Kilometern.

Übrigens soll das Passagiermodul auch für den Transport per Bahn oder Hyperloop geeignet sein.

Link

www.italdesign.it

www.airbus.com

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One Comment

  1. Es ist spannend dieses Thema über viele Jahre zu verfolgen. Bisher gab es schon viele Idee, Visionen und verschiedene Studien – aber noch fahren wir (leider) weiterhin auf der Straße. Und es sind sicherlich auch noch viele Fragen offen bzw. zu klären.