Gerne expressiver: Kaikai

Kaikai gestaltet in München Investitionsgüter. Ein ungewöhnlicher Büroname, eine besondere Designidee? zwomp fragte nach.

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Kaikai, das sind Christian Jaeger (links), Tim R. Wichmann und rund zehn Mitarbeiter. Gearbeitet wird in München, dem „Vancouver Deutschlands” | Foto: Kaikai

 

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Wieso eigentlich Kaikai?
Kaikai steht für unser globales Verständnis und unsere Arbeitshaltung. Wir möchten das Maßgebende aus drei Welten kombinieren. Die Termintreue und das Streben nach Qualität aus unserer Heimat Deutschland, den amerikanischen Stolz und den asiatischen Fleiß. Kaikai funktioniert weltweit und steht in keinerlei phonetischen Bezug zu uns als Personen. Dies war uns 2010 bei der Restrukturierung der bereits 2005 gegründeten Kaikai-Limited enorm wichtig. Nicht unsere individuelle Verwirklichung stand dabei im Vordergrun, sondern die Mission „we design corporate”. Uns liegt es sehr am Herzen, dass Kaikai und auch diese darin enthaltene Mission uns Gründer und Eigentümer überdauern wird.

Und wie unterscheidet sich Kaikai von anderen Büros?
Die Umsetzbarkeit unserer Designlösungen. Durch eine Vielzahl erfolgreicher Projekte in sehr kurzer Zeit, sowohl im Industriedesign als auch im Messedesign und der Markenkommunikation, hat sich Kaikai als kreatives Unternehmen einen Namen gemacht.

Ihr bislang spannendstes Projekt?
In der noch jungen Geschichte der Kaikai Company bieten sich schon einige spannende Projekte an. Die Gestaltung eines über 10.000 Quadratmeter großen Messestands in Rekordzeit oder die Entwicklung technischer Bauteile und deren erfolgreiche Umsetzung – aktuell arbeiten wir zudem an unserem ersten eigenen Produkt. Es könnte eine Revolution für die individuellen Mobilität bedeuten. In fünf Jahren können wir uns dazu aus dem Nähkästchen plaudern.

Welche Bedeutung haben Designawards für Sie?
Designawards sind eine Erfahrung, die man als Gestalter unbedingt gemacht haben sollte. Für die Designszene sind sie ein willkommenes get-together, ein Pendant zu den Oscars quasi, für die Kunden sind Designawards ein willkommenes Marketingtool, sofern gewünscht. Wir freuen uns über Awards und überlassen dort gern den jeweiligen Protagonisten aus unserem Team die Bühne. Was für uns aber letztendlich zählt, ist der Erfolg am Markt. Das Geschaffene im Einsatz zu sehen, macht uns stolz.

Den Standort München teilen Sie sich mit zahlreichen Büros – was macht München für Gestalter so attraktiv?
München bietet wie nur wenige Städte eine einmalige Kombination aus kulturellem urbanem Leben und erlebbarer Natur. München ist sozusagen der perfekte Energiegeber für einen kreativen Geist. Zudem bietet der Flughafen eine perfekte Verbindung zwischen der Welt und dem deutschen Vancouver, wie wir München gerne nennen.

Zahlreiche deutsche Büros sind in Fernost aktiv, wie halten Sie es mit der Internationalisierung?
Natürlich sind auch wir sind global tätig. Eine Vielzahl unserer Kunden kommen entweder aus dem internationalen Raum, beispielsweise aus den USA, aus Kanada, Großbritannien oder auch der Schweiz. Andere wiederum produzieren lokal neue Produkte für den Einsatz in Schwellenländern. Darauf reagieren wir selbstverständlich – entweder auf die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Kunden oder auf die erweiterten Anforderungen bei der Produktion für eine bestimmte Region. Hier werden wir oft mit neuen Anforderungen durch die Fertigung mit anderen Materialien oder Maschinen konfrontiert. Und auch die Ansprüche an Produkte sind anders. In Schwellenländern liegt ein Schwerpunkt oftmals mehr auf Langlebigkeit oder leichter Wartung denn auf absoluter Präzision. Dennoch halten wir uns bis dato mit einer festen Präsenz in Fernost zurück. In den nächsten drei Jahren planen wir drei feste Standorte im Ausland, Fernost ist allerdings noch nicht dabei.

Beeinflusst die demografische Veränderung Ihre Arbeit im Investitionsgüterbereich? Werden Sie von Kunden darauf angesprochen?
Es herrscht ein wachsender Bedarf an Designlösungen, die international und generations-unabhängig leicht zu verstehen sind, so genannte „universal designs“. Das beginnt bei der Orientierung an der Maschine, über die Bedienung bis hin zum Servicefall – unsere Aufgabe ist, Produktsprachen zu generieren, die dieser Forderung gerecht werden. Hier ist oft Querdenken gefordert, das substanzielles Verständnis und langjährige Erfahrung voraussetzt.

Nochmals Investitionsgüter: Hier wird mehr in eigenständige, expressivere Formensprachen investiert. Wie sehen Sie diesen Trend?
Wir begrüßen diese Entwicklung! In der Investitionsgüterbranche haben wir es sehr oft mit Traditionsunternehmen zu tun. Viele unserer Kunden haben eine hochinteressante Historie, aus der sie gewachsen sind. Diese Identität mittels einer intelligenten und authentischen Produktästhetik zu kommunizieren, ist unser Job.

Link
www.thekaikaico.com

 

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