3D-Drucker im Eigenbau

Warum nicht auch gleich den Drucker selbst bauen – fragte sich wohl Sebastian Pfirter aus Liestal und entwickelte einen 3D-Printer mit Dual-Druckkopf.

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So sieht er aus, der Drucker im Eigenbau: Standard-Profilsysteme bilden die Basis und das verwindungssteife Portal | Foto: Designerei

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Die vertikale Auflösung beträgt mindestens 0,1 Millimeter | Abb: Designerei

Warum sollte man sich mit dem vorhandenen Angebot abfinden, zumal es noch voller Defizite ist? Das fragte sich wohl auch Sebastian Pfirter aus dem schweizerischen Liestal, als er sich dem Thema 3D-Druck annahm. Neugierig auf die Technologie und gespannt auf die Umsetzung komplexer CAD-Entwürfe, machte sich Pfirter an die Arbeit. Inzwischen hat er seinen dritten Drucker montiert, jeder mit einer weiteren Verbesserung.

So hat der Industriedesigner rund ein Jahr am aktuellen Modell entwickelt – und dabei einige interessante Features integriert. Dazu gehört nebden der Bauraum-Vergrößerung auf 35x30x25 Zentimeter vor allem die Ausstattung mit einem Doppel-Druckkopf. So lassen sich gleichzeitig zwei Farben oder zwei Materialqualitäten verbauen, auch die Verwendung eines wasserlöslichen Werkstoff-Typs für die Stütztstruktur ist machbar. Verarbeiten kann der noch namenlose 3D-Drucker PLA, ABS, PVA, und PA.

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Mit seinem Doppel-Druckkopf kann die Maschine zwei Farben oder verschiedene Materialqualitäten verarbeiten | Foto: Designerei

Für den Aufbau der Portalkonstruktion nutzt Pfirter standardisierte, verwindungssteife Profilsysteme wie sie in der Industrie üblich sind. Die Kunststoff-Verbinder druckte Pfirter mit dem Vorgängermodell selbst aus.

Vorerst nutzt Pfirter den Drucker im eigenen Designbüro, ob und wann er auf den Markt kommt, ist noch offen.

Link
www.designerei.ch

 

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