Ohne Wende zum Mont-Saint-Michel und zurück
Seit dem Frühjahr transportieren sechs neue Busse Touristen zum Mont-Saint-Michel in der Normandie und wieder zurück auf das Festland. Die Busse basieren auf dem Flughafenbus „Cobus 2500“ und wurden von Contrac Cobus in Wiesbaden gebaut. Die 12,3 Meter langen und 2,7 Meter breiten Fahrzeuge sind um die Querachse spiegelbildlich ausgelegt, verfügen also über zwei Fahrerkabinen, die den Richtungswechsel ohne Wendemanöver ermöglichen.
Der Fahrer wechselt an den Endstationen einfach vom einen zum anderen Fahrerhaus, das Wendegetriebe lässt den Bus immer in die richtige Richtung vorwärts fahren.
Für den Antrieb sorgt ein konventioneller Diesel mit 146 kW Leistung, auf der Strecke zur Inselabtei ist das Maximaltempo auf 50 km/h begrenzt. Die Lichtanlage musste genauso wie die Rückspiegel oder das ABS-System für beide Richtungen ausgelegt werden.
Interessant gibt sich der maximal 98 Personen fassende Bus von außen: Bis zum Fensterband besteht die äußere Karosserieschicht aus einzelnen, sieben Millimeter starken Teakholzplanken, die mit seewasserfesten Klebstoffen montiert wurden und bündig mit den ebenfalls verklebten Scheiben abschließen. 12 Jahre sollen die Busse im Einsatz sein, derweil prüft man bei Cobus, ob das Zweirichtungssystem auch in anderen Kontexten sinnvoll sein könnte.
Link
www.contrac-cobus.de
Quelle
Contrac Cobus


