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Textiler Schutzvorhang

Lamel­len aus Poly­amid­ge­webe machen Holz­be­ar­bei­tungs­ma­schi­nen sicherer

Mit einer Beschussanlage wie dieser werden die textilen Materialien auf ihr Rückhaltevermögen getestet und bewertet | Foto: Institut für Wekzeugmaschinen

Mit einer Beschuss­an­lage wie die­ser wer­den die tex­ti­len Mate­ria­lien auf ihr Rück­hal­te­ver­mö­gen getes­tet und bewer­tet | Foto: Insti­tut für Wekzeugmaschinen

Bereits Ende 2009 wur­den die Sicher­heits­nor­men für Holz­be­ar­bei­tungs­ma­schi­nen ver­schärft, womit auch die Anfor­de­run­gen an die Vor­hänge zum Schutz vor aus­tre­ten­der Späne oder Werk­zeug­frag­men­ten gestie­gen sind. Die bis dahin gebräuch­li­chen PVC-Gewebe erfüll­ten diese Nor­men nicht mehr.
Um die Maschi­nen auch wei­ter­hin nor­men­kon­form lie­fern zu kön­nen, such­ten die Her­stel­ler nach ande­ren Werk­stof­fen, bei­spiels­weise aus Ara­mid, das sich aber als schwer hand­hab­bar und zudem teuer erwies. Auch voll­stän­dige Kap­se­lun­gen der Maschi­nen schie­den aus Kos­ten­grün­den aus. Also suchte man am Insti­tut für Wek­zeug­ma­schi­nen der Uni Stutt­gart und am Insti­tut für Tex­til– und Ver­fah­rens­tech­nik in Den­ken­dorf nach bes­se­ren Lösun­gen, die einer­seits fle­xi­bel genug sind, um die Werk­stü­cke bei der Ent­nahme nicht zu beschä­di­gen, ande­rer­seits aber den gefor­der­ten Schutz vor aus­tre­ten­den Par­ti­keln bie­tet. 26 tex­tile Lamel­len­ma­te­ria­lien wur­den unter­sucht, zehn Mate­ria­lien erfüll­ten die Norm­vor­ga­ben, dar­aus wähl­ten die betei­lig­ten Maschi­nen­her­stel­ler ein spe­zi­ell beschich­te­tes Poly­amid­ge­webe, das ein hohes Rück­hal­te­ver­mö­gen, gerin­gen Ver­schleiß und ein posi­ti­ves Kosten-Nutzen-Verhältnis bie­tet. Inzwi­schen nut­zen rund 20 Her­stel­ler­un­ter­neh­men das neue Mate­rial.
Gleich­zei­tig mit der Mate­ri­al­ana­lyse ent­wi­ckel­ten die For­scher Simu­la­ti­ons­mo­delle für die Berech­nung der Schutz­wir­kung und Wei­ter­ent­wick­lung der Sys­teme. So soll in einem Fol­ge­pro­jekt die schall­däm­men­den Eigen­schaf­ten unter­sucht wer­den.
Für die bis­he­ri­gen Ergeb­nisse erhielt das Team übri­gens den Otto von Guericke-Preis der Alli­anz Indus­trie For­schung (AIF).

Link
www​.ifw​.uni​-stutt​gart​.de

Quelle
Uni­ver­si­tät Stuttgart

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