Gedruckte Lautsprecher
Soundtapeten und klingende Bücher – Papier kann auch als Lautsprecher dienen.

Papier zu Lautsprechern: Das Institut für Print– und Medientechnik der TU Chemnitz macht es möglich. Die Vorderseite kann beispielsweise zusätzlich mit Werbung bedruckt werden | Foto: TU Chemnitz/Hendrik Schmidt
Am Institut für Print– und Medientechnik der TU Chemnitz arbeitet man an neuen Drucktechnologien, die Papier mit neuen Funktionalitäten versehen. Neben der gedruckten Solarzelle auf Papier gehört dazu auch der im Flexodruckverfahren produzierte Papier-Lautsprecher. Mit dieser Technik lassen sich in normale Druckprodukte nun auch Audiosignale einfügen, etwa in Bücher, Zeitschriften oder aber in Wandbeläge. „Die Klangqualität ist gut, die Lautstärke überraschend hoch. Ledigleich im Bassbereich sind die Leistungen etwas schwach“, erläutert Dr. Georg Schmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Chemnitzer Projektteams.
Besonders interessant ist neben der Integrationsfähigkeit auch die kostengünstige Herstellung und die frei wählbare Form der Lautsprecher. Und weil die Papiere auch im Ultraschallbereich aktiv sind, könnten sie auch als Abstandssensoren dienen.
Die Entwicklung läuft im Rahmen des vom Forschungsministerium unterstützen Projektes „Plastic Acoustics“ (PACU); beteiligt waren auch die Unternehmen Bosch, Heraeus Clevios, X-spex und das Fraunhofer-Institut ENAS.



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