Erlkönig auf Papier: Der neue Muli
Der neue „Muli“: Messepräsentation per Rendering

Derzeit nur als Rendering zu haben: Das neue Multifunktionsfahrzeug „Muli T10X“ von Reform. Im Herbst 2012 sollen die ersten Exemplare real rollen | Abb: Spirit Design
Es ist schon reichlich ungewöhnlich, wenn ein Nutzfahrzeug-Hersteller sein neuestes Gerät herzeigt, bevor auch nur an einen Erlkönig gedacht wird. In einem normalerweise streng geheimen Stadium nahmen die Reform-Werke Bauer aus Österreich die Renderings von Spirit Design und bestückten damit ihren Stand auf der Messe SuissePublic. Nun könnte man vermuten, dass das bergtaugliche Fahrzeug einfach nicht rechtzeitig fertig wurde, doch so einfach scheint es nicht zu sein. Schließlich liegen zwischen Messe und Markteinführung über ein Jahr, erst im Herbst 2012 sollen die ersten Exemplare ausgeliefert werden.
Vermutlich wollte man eher die Reaktionen auf das testen, was da kommen wird. Und die fielen laut Spirit Design ausgesprochen positiv aus, auch wenn da nur 3D-Renderings hingen. Zweitens könnte der Zeitpunkt gut gewesen sein, ein Signal zu setzen – denn längst tauchen die gebirgskompatiblen Landfahrzeuge auch in kommunalen Fuhrparks auf. Verglichen mit der Landwirtschaft ist dieser Markt riesig – und wachsend.
Bei Spirit Design musste man einen Spagat unternehmen, sollte der neue „Muli T10X“ doch zum einen seine Herkunft visualisieren, andererseits aber auch einen Generationswechsel und seine technologischen Besonderheiten. Spirit Design behielt die typischen formalen Grundzüge bei, setzten aber mit Optimierungen etwa bei der Bedien-Ergonomie, der Rundumsicht und der Arbeitsplatzgestaltung an. „Mit dem Design haben wir außerdem die Basis für das Erscheinungsbild kommender Reform-Fahrzeuggenerationen gelegt“, sagt Daniel Huber.
Bleibt nur noch, gespannt zu sein, wie Rendering und Realität zusammenkommen. Wir werden es zeigen.



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