Stuhl „Pro“ bewegt Schulen

Kon­stan­tin Grcic bringt Schü­lern das dyna­mi­sche Sit­zen bei

Oliviero Toscani, bekannt durch seine provokanten Werbebildern für Benetton, inszenierte für Flötotto den neuen Schulstuhl „Pro“ | Foto: Flötotto

Oli­viero Toscani, bekannt durch seine pro­vo­kan­ten Wer­be­bil­dern für Benet­ton, insze­nierte für Flö­totto den neuen Schul­stuhl „Pro“ | Foto: Flötotto

Still­sit­zen ist out. Kin­der, so erga­ben Stu­dien, ler­nen bes­ser und sind kon­zen­trier­ter, wenn sie sich bewe­gen dür­fen. „Akti­ves Sit­zen“ lau­tet die Zau­ber­for­mel heute. Die­sen Ansatz ver­folgt auch ein neuer Ent­wurf aus dem Hause Flö­totto: Auf der Köl­ner Möbel­messe prä­sen­tierte das Unter­neh­men den Stuhl „Pro“ von Kon­stan­tin Grcic, der die freie Wahl der Sitz­po­si­tion ermög­licht. Gute News für alle Zap­pel­phil­ippe also. Flö­totto knüpft damit an eine höchst erfolg­rei­che Tra­di­tion an: Mit dem paten­tier­ten „Form­sitz“ von 1952 war das Güters­lo­her Unter­neh­men Markt­füh­rer bei Schul­mö­beln. Gefer­tigt aus dun­kel­brau­nem Pag­holz, einem mit Phe­nol­harz getränk­ten Buchen­sperr­holz, hat sich das robuste Modell rund 21 Mil­lio­nen Mal rund um den Glo­bus verkauft.

Verschiedene Varianten von „Pro“ inklusive Drehstuhl | Abb: Grcic

Ver­schie­dene Vari­an­ten von „Pro“ inklu­sive Dreh­stuhl | Abb: Grcic

Zunächst war geplant, auch den neuen Stuhl aus Pag­holz zu fer­ti­gen. Wäh­rend der Pro­dukt­ent­wick­lung stellte sich aber her­aus, dass die Holz­va­ri­ante die heu­ti­gen Ansprü­che an fle­xi­bles Sit­zen nicht erfül­len kann. Man schwenkte auf Kunst­stoff um, der sowohl höhere Fle­xi­bi­li­tät als auch bes­sere Form­bar­keit bie­tet. Das Resul­tat kann sich sehen las­sen: Es ist ein leich­ter Stuhl aus Poly­pro­py­len, des­sen Sitz­schale auf eine C-förmigen Gestell aus Stahl­rohr ruht. „Wir woll­ten Form in Sta­tik über­set­zen“, sagt Grcic. Auf der run­den Sitz­flä­che kann man sich in alle Rich­tun­gen dre­hen, die Lehne stützt den Rücken und ist oben sanft gebo­gen – keine harte Kante drückt da, leger lässt sich der Arm beim seit­li­chen Sit­zen dar­auf abstüt­zen. Der wei­che S-Schwung lädt zum beweg­ten Sit­zen gera­dezu ein – selbst ritt­lings lässt es sich bes­tens der Schul­stunde folgen.

Natürlich muss der „Pro“ auch den ganz profanen Anforderungen genügen und schnell wie sicher aufstapelbar sein | Abb: Grcic

Natür­lich muss der „Pro“ auch den ganz pro­fa­nen Anfor­de­run­gen genü­gen und schnell wie sicher auf­sta­pel­bar sein | Abb: Grcic

Auch die Farb­pa­lette aus Aquab­lau, Grün, Korall­rot, Schnee­weiss, Gra­phit­schwarz und Gra­nit­grau bringt Abwechs­lung in den grauen Schul­all­tag. „Warum sol­len Kin­der und Jugend­li­che nicht auf etwas sit­zen, das cool und zeit­ge­mäss ist?“, fragte sich der Münch­ner Desi­gner.  Für die auf­wän­dige Wer­be­kam­pa­gne wurde kein Gerin­ge­rer als Oli­viero Toscani ver­pflich­tet. Der Ita­lie­ner, der mit sei­nen pro­vo­kan­ten Wer­be­bil­dern für Benet­ton die Wer­be­fo­to­gra­fie in Frage stellte, insze­nierte für Flö­totto Möbel und Models: Da wird balan­ciert, geturnt, geska­tet, posiert und musi­ziert. Keine Frage, der Stuhl bewegt die Gemüter.

Link
www.konstantin-grcic.com
www.floetotto.de

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