Aerogenerator mit V-Rotor

Aero­ge­ne­ra­tor – ein Vertikaldreher-Konzept für den Offshore-Einsatz

Das bri­ti­sche Unter­neh­men Wind Power Limited arbei­tet seit Jah­ren an der Ent­wick­lung gro­ßer Wind­an­la­gen, deren Roto­ren sich um eine ver­ti­kale Achse dre­hen. Wäh­rend das Grund­prin­zip nicht neu ist, sind es die Dimen­sio­nen und der Ein­satz­ort auf jeden Fall: Der „Aero­ge­ne­ra­tor X“ soll 10 Mega­watt leis­ten und ist mit einem Rotor­durch­mes­ser von sagen­haf­ten 270 Metern für den Offshore-Einsatz gedacht. Inter­es­sant ist die Form des Rotors, der V-förmig von der Basis auf­ragt und in nicht min­der rie­si­gen Win­glets endet.

Als Vor­teile die­ser vom Archi­tek­tur­büro Grims­haw ent­wor­fe­nen Kon­fi­gu­ra­tion lie­gen in der ein­fa­che­ren War­tung der Aggre­gate und laut Wind Power Limited in der gerin­ge­ren Ermü­dungs­be­las­tung der Rotor­blät­ter. Denn bei Anla­gen mit hori­zon­ta­len Ach­sen unter­lie­gen die Pro­pel­ler­blät­ter einem ste­ti­gen dyna­mi­schen Last­wech­sel durch die Rota­tion selbst. Je grö­ßer die Blät­ter, desto stär­ker die durch das Eigen­ge­wicht aus­ge­löste Belas­tung. Mate­ri­al­er­mü­dung kann dann uner­freu­li­che Blatt­brü­che auslösen.

Zwar wer­den die Blät­ter des „Aero­ge­ne­ra­tor X“ auch dyna­misch belas­tet, aber die zykli­schen Last­spit­zen durch das Eigen­ge­wicht der Roto­ren ent­fal­len. Außer­dem lässt sich die Anlage klei­ner bauen: Halb so hoch wie ein kon­ven­tio­nel­les Wind­rad und dop­pelt so leis­tungs­fä­hig sei das Kon­zept, so die Ent­wick­ler. Seit 2005 wird bereits an dem neuen Kon­zept gear­bei­tet, 2020 soll die erste Anlage in Betrieb gehen.

Link
www.windpower.ltd.uk

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