Ralf Kittmann

Eleganz und Komfort statt Performance: Der Katamaran "Ynea" mit Wingsail-Technologie | Abb: Kittmann

Eleganz und Komfort statt Performance: Der Katamaran „Ynea“ mit Wingsail-Technologie | Abb: Kittmann

„Ynea“ nennt Ralf Kittmann seinen Katamaran-Entwurf, mit dem er sein Studium an der Berliner Kunsthochschule Weissensee abgeschlossen hat. Das Konzept ist so angelegt, dass sich die Yacht von nur zwei erfahrenen Seglern fahren lässt und der Komfort im Vordergrund steht.

Sonnendeck mit Terrassencharakter | Abb: Kittmann

Sonnendeck mit Terrassencharakter | Abb: Kittmann

Statt eines konventionellen Segels nutzt „Ynea“ die Wingsail-Technologie, wie sie auch bei den Rennyachten des Americas Cup zum Einsatz kam und das Prinzip der Flugzeug-Tragfläche in die Vertikale überführt. Am Mast frei beweglich fixierte Spanten bringen das schmal aufragende Segel in Form, eine Winde übernimmt das Setzen der Wingsails und deren Ausrichtung zum Wind. Damit erfordert die Yacht keine große Crew.

Loftcharakter durch außen liegende Masten und Panoramafenster | Abb: Kittmann

Loftcharakter durch außen liegende Masten und Panoramafenster | Abb: Kittmann

Im Gegensatz zu den bisher üblichen Katamaranen verfügt „Ynea“ nicht über einen zentralen Mast, sondern über derer zwei, die an den Außenbereichen der Rümpfe platziert sind. Mit diesem Trick erreicht Kittmann ein neues, weitläufiges Interior, das nicht von den Mastdurchführungen unterbrochen wird. Der eigentliche Fokus seiner Arbeit legte Kittmann dann auch auf den neue Raumcharakter, für die er sich Anregungen bei der „klassischen Admiralskabine“ holte. Große Fensterflächen verleihen der „Ynea“ eine ganz besonderen Charme – zwei Panoramafenster laufen Back- und Steuerbords vertikal von den Masten ausgehend über alle Decks bis unter die Wasserlinie – und initiieren eine spektakuläre Verbindung zwischen außen und innen. Ob diese Idee seefest ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Die Heckkabinen sind besonders großzügig ausgelegt – so wie einst die Kapitänsrefugien | Abb: Kittmann

Die Heckkabinen sind besonders großzügig ausgelegt – so wie einst die Kapitänsrefugien | Abb: Kittmann

Die beiden größten Kabinen befinden sich – siehe Admiralsvorbild – im Achterschiff mit Panoramafenster zum hinteren Sonnendeck. Die Kabinen in den unteren Ebenen der Rümpfe werden per Wendeltreppe erschlossen, die sich um die Masten windet. Acht Passagiere finden so auf dem großen Katamaran Platz.

Die Diplomarbeit wurde von Phoenix Design gefördert – das büroeigene Programm „Phoenix Academy“ unterstützt Studenten bei der Entwicklung visionärer Konzepte. Ralf Kittmann arbeitet übrigens inzwischen fest bei Phoenix.

Ralf Kittmann beim Skizzieren (links) | Foto: Phoenix Design

Ralf Kittmann beim Skizzieren (links) | Foto: Phoenix Design

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Ralf Kittmann
Phoenix Design
Kunsthochschule Berlin Weissensee

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