Formholz: Becker Contest 2011

Die Gewin­ner des Becker­Con­test 2011 ste­hen fest

Über 1000 Einreichungen aus 52 Ländern kamen in Brakel an  – hier die ausgestellten Gewinner | Foto: Wildner

Über 1000 Ein­rei­chun­gen kamen aus 52 Län­dern kamen in Bra­kel an – hier die Gewin­ner in der Über­sicht | Foto: Wildner

Zum zwei­ten Mal schon schrieb der Form­holz­her­stel­ler Becker aus Bra­kel einen inter­na­tio­na­len Produktdesign-Wettbewerb für Nach­wuchs­de­si­gner aus. Gesucht wur­den inno­va­tive Design-Entwürfe aus Form­sperr­holz, auch in Kom­bi­na­tion mit ande­ren Materialien.

 

Rie­sige Reso­nanz und große Vielfalt

Die Reso­nanz war gewal­tig. Über 1000 Ein­rei­chun­gen aus 52 Län­dern tra­fen am Becker Stamm­sitz in Nordrhein-Westfalen ein. Die Band­breite der Ent­würfe war groß – neben klas­si­schen Formholz-Produkten wie Stüh­len oder Ses­seln waren auch Leuch­ten, Hand­ta­schen, Bade­wanne, Wie­gen, Fahr­rä­der, Schlit­ten und sogar Schuhe dabei. Eine sie­ben­köp­fige Jury kürte zehn Gewin­ner, die sich das Preis­geld von ins­ge­samt 18.000 Euro tei­len. Die Preise wur­den im Rah­men einer Ver­an­stal­tung am Abend vor der Interzum 2011 in Köln ver­lie­hen. Dabei waren auch Pro­to­ty­pen der Ent­würfe zu sehen, die von der Ent­wick­lungs­ab­tei­lung des Form­sperr­holz­spe­zia­lis­ten gebaut wurden.

Type Y nennt sich der erste Preis von Chang Yu-Chin und Hu Tsuo-Ning – beide Studenten der Weißensee Kunsthochschule Berlin | Foto: Becker

Type Y nennt sich der erste Preis von Chang Yu-Chin und Hu Tsuo-Ning – beide Stu­den­ten der Wei­ßen­see Kunst­hoch­schule Ber­lin | Foto: Becker

Stuhl und Schlitten

Den ers­ten Preis hat der Stuhl „Type Y“ von Chang Yu-Chin und Hu Tsuo-Ning – beide Stu­den­ten der Wei­ßen­see Kunst­hoch­schule Ber­lin – gewon­nen. „Der Ent­wurf ver­ei­nigt alle guten Mate­ri­al­ei­gen­schaf­ten von Form­tei­len aus Holz, wie Leich­tig­keit bei gro­ßer Sta­bi­li­tät und orga­ni­sche Holz­ver­bin­dun­gen mit hoher Fle­xi­bi­li­tät. Er ist indus­tri­ell zu pro­du­zie­ren und erfüllt ergo­no­mi­sche Ansprü­che, die bereits im Press­pro­zess inte­griert wer­den“, lau­tet das Urteil der Jury.

Den zwei­ten Platz belegte Tjark Rumohr von der Muthe­sius Kunst­hoch­schule Kiel mit sei­nem Schlit­ten „Kalle“, der aus einem ein­zi­gen Stück Sperr­holz gefer­tigt ist.

David Gecke­ler von Uni­ver­si­tät der Künste Ber­lin konnte sich mit sei­nem Brauhaus-Stuhl „Nord“ den drit­ten Platz sichern. Hier lobte die Jury das ein­fa­che und bewährte Kon­struk­ti­ons­prin­zip. Die ergo­no­misch geform­ten Holz­scha­len für Sitz und Rücken wer­den inein­an­der gesteckt und ver­stei­fen sich gegenseitig.

Der Schltten Kalle von Tjark Rumohr (Muthesius Kunsthochschule Kiel) ist aus einem einzigen Stück Sperrholz gefertigt | Foto: Becker

Der Schlit­ten Kalle von Tjark Rumohr (Muthe­sius Kunst­hoch­schule Kiel) ist aus einem ein­zi­gen Stück Sperr­holz gefer­tigt | Foto: Becker

Son­der­preis für Innovation

Einen Son­der­preis erhiel­ten Malte Licht und Gun­nar Sören Peter­sen von der Uni­ver­si­tät der Künste in Ber­lin. Mit dem Son­der­preis wür­digte die Jury die außer­or­dent­lich inno­va­tive Idee, die weni­ger in dem Design einer fer­ti­gen Pro­dukt­idee liegt. Dabei wird eine plan­lie­gende Multiplex-Platte zuerst auf der Ober­seite Nuten gefräst, die dann mit einem Elast­o­mer aus­ge­füllt wird. Der glei­che Vor­gang wird spie­gel­bild­lich an der Unter­seite wie­der­holt. Es ent­steht ein deko­ra­ti­ves, plan­lie­gen­des Teil, das sich bei einer Belas­tung fle­xi­bel drei­di­men­sio­nal verformt.

Vor­bild­li­che Doku­men­ta­tion
In einem 152-seitigen Buch sind neben den prä­mier­ten Arbei­ten auch alle ande­ren Wett­be­werbs­bei­träge mit Bild und Namen der Teil­neh­mer zu sehen. Beach­tens­wert ist hier­bei das durch­ge­hend hohe Niveau der Ein­sen­dun­gen. Inter­es­sant sind auch die Kom­men­tare der Jury­mit­glie­der, denen es bei die­ser Viel­falt sicher nicht leicht gefal­len ist, in dem zwei­tä­gi­gen Aus­wahl­ver­fah­ren die Preis­trä­ger zu küren.

David Geckeler von Universität der Künste Berlin konnte sich mit seinem Brauhaus-Stuhl „Nord“ den dritten Platz sichern.

David Gecke­ler von Uni­ver­si­tät der Künste Ber­lin konnte sich mit sei­nem Brauhaus-Stuhl „Nord“ den drit­ten Platz sichern Foto: Becker

Die wei­te­ren Gewin­ner des Becker­Con­tests 2011: Phi­lip Ber­ke­meyer, Aka­de­mie Gestal­tung im Hand­werk, Müns­ter; Tobias Fink, Dipl.-Designer (FH), Aachen; Jan Kem­ski, Kunst­hoch­schule Kas­sel; Stine Paeper, Hoch­schule für bil­dende Künste, Ham­burg; Oleg Puga­chev, Wei­ßen­see Kunst­hoch­schule, Ber­lin; Joeri Reyna­ert, Media & Design Aca­demy, Genk, Bel­gien; Dániel Varga, Uni­ver­sity of West Hun­gary, Sopron, Ungarn.

Link
www.beckercontest.de
www.becker-kg.de

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