Propeller hinten, beste Aussicht vorne und edel innen.
Das französische Unternehmen Cobalt Aircraft entwickelt ein ungewöhnliches, einmotoriges Flugzeuge, das gleich mehrfach mit den Konventionen bricht. Erstens sitzt der 350 PS starke, von zwei Turbos aufgeladene Motor im Heck und treibt eine Druckschraube an. Dank dieser „Pusher“-Konfiguration rückt die Kabine weiter nach vorn und bietet mit ihrer großzügigen Glaskanzel ergiebige Ausblicke.

- Im Modell zeigt sich die ungewöhnliche Konfiguration besonders gut: Canard-Konzept mit Pusher-Antrieb, V-Leitwerk und große Kabine | Abb: Cobalt Aircraft
Die zweite Besonderheit der „Co50“ findet sich in der Canard-Anordnung der Tragflächen. Das heißt, die Hauptflächen sitzen hinter der Kabine und werden von zwei kleinen Bugflächen, den so genannten Canards ergänzt. Schließlich trägt das doppelte, leicht nach außen gewinkelte Seitenleitwerk nochmals zu einer signifikant neuen Form bei.
Mit 1,34 Metern Breite ist die Kabine eine der breitesten in der Klasse einmotoriger Flugzeuge. Pilot und Passagiere sitzen nebeneinander, die Austattung nimmt die Ästhetik aus der Automotive-Welt auf und sieht hangenähte Ledersitze vor. Bis zu vier Erwachsene und ein Kind haben Platz in der sich großzügig öffnenden Kabine.

Während Kleinflugzeuge heute noch meist spartanisch ausgestattet sind, setzt Cobalt mit der „Co50“ auf komfortable Automotive-Ästhetik | Foto: AutoMotto.com
Mit seinem 413 Liter fassenden Tank kann die „Co50“ bei Tempo 406 bis zu 2130 Kilometer zurücklegen, die Höchstgeschwindigkeit beträgt voraussichtlich 453 km/h, das Leergewicht lediglich 850 kg bei 550 kg Zuladung.
Noch wird die „Co50“ nur als statisches Mock-up präsentiert, doch Cobalt Aircraft nimmt bereits Bestellungen entgegen. Kostenpunkt: 650000 Dollar.
Link
Cobalt Aircraft


