Supportschiffe für Superyacht
Mit „Sea Axe“ baut die Werft Damen spezielle Yacht-Versorgungsschiffe.

Die „Oberon“ ist das erste Superyacht Supply Vessel der „Sea Axe“-Familie, misst in der Länge 50 Meter und verfügt über ein 30 Meter langes Ladedeck mit 250 Tonnen Tragkraft | Foto: Amels
Die Welt der Superyachten ist eine Art Paralleluniversum, das Normalsterbliche immer wieder ungläubiges Staunen und Wundern abringt. Nicht nur, dass die Yachten nach wie vor immer größer und luxuriöser werden – jetzt bekommen sie auch noch Beistand in Form spezieller Versorgungsschiffe. Die bringen nicht nur frisches Wasser und Champagner bei, sondern auch diverse Spielzeuge wie Helikopter, zusätzliche Beiboote (Tender) oder Tauchausrüstungen. Oder sei eilen dem Mutterboot voraus und machen schon mal den besten Ankerplatz frei.

Im Frühjahr 2012 soll die größte Version der „SeaAxe“, 6711 genannt, erstmals ausgeliefert werden. Das Schiff bietet Platz für 21 Crew-Mitglieder, für einen großen Helikopter und 360 Quadratmeter Ladedeck. Gut zu sehen ist hier der „Axe Bow“, die speziell entwickelte Bugform, mit seiner steilen Front und dem nach unten verlaufenden Kiel | Abb: Amels
Das Konzept der „Sea Axe“-Familie erinnert vom Layout her an die Offshore-Versorgungsschiffe der Ölindustrie: langes, frei bespielbares Achterdeck und eine vorne angeordnete Brücke. Interessant an der „Sea Axe“, deren erstes Exemplar als „Oberon“ schon fährt, ist der Bug. Zusammen mit der Institut für Hydromechanik der TU Delft entwickelte die Werft seit 1995 an einer neuen Rumpfform. Das Ergebnis ist ein scharfer, fast senkrecht aufragender Bug, der auch bei schlechten Wetterverhältnissen ein komfortables Vorankommen bei hohem Tempo erlaubt. Bis 28 Knoten sollen die Schiffe laufen, die in drei Längen angeboten werden: 38 Meter, 51 Meter und 67 Meter. Angetrieben wird die 51-Meter-Version beispielsweise von vier Caterpillar-Dieseln mit je 1500 kW, die auf 5-Blatt-Festpropeller wirken. Die Breite des Schiffes beträgt 9 Meter, der Tiefgang 3,20 Meter. Für das Slippen schwerer Beiboote bietet die Werft nicht nur Schwerlastkrane auf Deck an, sondern auch eine Heckklappe mit Ablaufebene.

Die rundum verglaste Brücke ermöglicht den direkten Blick auf das Ladedeck und die Überwachung der dortigen Vorgänge | Foto: Amels
Natürlich kommen das „Superyacht Support Vessels“ nicht so krude wie ein Offshore-Versorger daher, sondern weit ästhetischer, feiner, auf dass es den Blick der Yachteigner nicht störe.
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Amels



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