Achsloser Schiffspropeller
Der „Inline Propulsor“ von Voith wird von einem Außenringmotor bewegt

Bricht endgültig mit dem Achse-Propeller-Prinzip: Der „Inline Propulsor“ von Voith Turbo arbeitet mit einem außenlaufenden Elektromotor | Foto: Voith
Schiffsantriebe arbeiten schon lange nicht mehr nur nach dem traditionellen Welle-Schraube-Prinzip. Eine ganz neue Variante eines Schublieferanten hat Voith Turbo vorgestellt, den „Inline Propulsor“. Der lässt seine wie Turbinenschaufeln geformten Propellerblätter ohne zentrale Achse arbeiten. Für die Rotationsbewegung sorgt ein außenlaufender Elektromotor in der Düse – oder genauer „ein permanent erregter Elektromotor in einer Hohlwelle“, wie Voith das System beschreibt.

Der „Inline Thruster“ (links) ist die starre Version für Bug– oder Heckstrahlruder, der „Inline Propulsor“ mit Düse wird außerhalb des Rumpfes montiert | Foto: Voith
Entwickelt wurde der Innenringpropeller für Barkassen, Schleppkähne und auch Yachten – weil weder Getriebe noch Achsen notwendig sind, fällt der Antrieb kleiner und leichter aus. Dank der direkten Umsetzung der Motorleistung und der Düsenkonfiguration zeigt der „Inline Propulsor“ einen hohen Wirkungsgrad und Schub bei reduzierten Vibrationen. Um die Hochachse drehbar, verleiht dem Schiff beste Manövriereigenschaften, egal ob als Steuerruder oder Hauptantrieb. Als „Inline Thruster“ lässt sich das System auch direkt in Bug– oder Heckstrahlrudern integrieren.
Eines der ersten großen Schiffe mit dem System wird ein 131 Meter langes Hubschiff für die Montage von Windkraftanlagen sein, das Anfang 2012 vom Stapel laufen soll. Neben drei Voith-Schneider-Propellern sorgt ein „Inline Thruster“ mit satten 1300 kW Leistung und einem Durchmesser von 2,3 Metern für zusätzlichen Schub.




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