Digitale Hörhilfe
Besser hören dank selektiver Digitalverstärkung

Dieser ipod Touch wurde vom IDMT mit ganz besonderen Algorithmen aufgerüstet, die Hördefizite kompensieren können | Foto: Fraunhofer IDMT
Rund 13 Millionen Deutsche sind in ihrer Hörfähigkeit eingeschränkt – und zwar nicht nur ältere Menschen. Gleichzeitig wächst die Bedeutung der Audio-Kommunikation via Handy oder VoIP, die jedoch immer wieder von Störgeräuschen, Echos oder Nebengeräuschen erschwert wird.
Am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie hat man daher Algorithmen entwickelt, die sich in alle aktuelle Audiogeräte integrieren lassen. Die Software verstärkt an den jeweiligen Benutzer angepasst leise Signale, verändert aber laute Signale nicht zusätzlich. Neben der rein technischen Umsetzung der Algorithmen mussten diese so geartet sein, dass sie vom Nutzer selbstständig an seine spezifischen Hördefizite angepasst werden können.
Momentan haben die Entwickler einen ipod Touch, eine Telefonanlage, ein Videokonferenzsystem und einen Fernseher zu Demo-Zwecken aufgerüstet. In zwei Jahren könnten erste Seriengeräte zu haben sein. Auf der Funkausstellung in Berlin (3.-8. September) soll das Videokonferenzsystem zu sehen sein.
Link
www.idmt.fraunhofer.de
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