Materialdefekt zum Riechen
Beschädigungen am Geruch erkennen

Bei harmlosen Stürzen bleibt der Radfahrer heil, der Helm aber trägt Schäden davon, platzende Duftkapseln weisen geruchlich darauf hin | Foto: Felizitas Gemetz, Fraunhofer-Institut IWM
Fahrradhelme schützen nur dann ausreichend, wenn sie unbeschädigt sind. Allerdings ist nicht immer zu erkennen, ob der Kopfschutz überaltert oder gar angeschlagen ist.
Am Fraunhofer-Institut IWM ist man gerade dabei, eine elegante und sehr vielseitig nutzbare Technologie serienreif zu entwickeln. Die Forscher haben Duftstoffe in 1 bis 50 Mikrometer große Kugeln verkapselt, diese werden in die rohe Kunststoffmasse eingearbeitet und dann via Spritzguss zum Produkt geformt. Wird das Werkstück beschädigt, dann bilden sich kleine Risse, die Duftkapseln öffnen sich an diesen Stellen und verströmen einen warnenden Geruch. Dank der Verkapselung mit Melaminformaldehydharz widerstehen die Kapseln den hohen Temperaturen und Drücken des Spritzgusses. Im Falle des Fahrradhelmes befinden sich die Kapseln in einer dicken, am Kopfschutz befestigten Folie. Denkbar ist auch der Einsatz der Technik bei Druckschläuchen oder anderen schwer zugänglichen, sicherheitsrelevanten Kunststoffbauteilen.
Link
www.iwm.fraunhofer.de
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