Forschungsroboter „Myon“

Glänzende Hülle mit Tiefenoptik: der kleine, aber sympathische Forschungsroboter „Myon“ | Foto: Frackenpohl Poulheim

Und so sieht „Myon“ seiner schicken Hülle entledigt aus: Ganz schön technisch und wenig humanoid | Foto: Humboldt-Universität
1,25 Meter groß und aus Polycarbonat: „Myon“
Beim internationalen Design Festival DMY in Berlin wurde „Myon“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, ein humanoider Roboter, modular aufgebaut und aus insgesamt sechs autonomen Körperteilen aufgebaut. Damit lassen sich die Bewegungen isoliert für die jeweiligen Extremitäten entwickeln und dann in die Gesamtabläufe integrieren.
Entwickelt wurde „Myon“ im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes ALEAR vom Labor für Neurorobotik NLR der Humboldt-Universität Berlin, das Design stammt vom Kölner Büro Frackenpohl Poulheim. Und die Werkstoffe für die Körperschalen liefert Bayer MaterialScience. „Myon“ sollte, auch wenn nur ein Forschungsroboter eine positive Ausstrahlung haben, humanoid in den Bewegungen und der Gestalt, aber dennoch als dienende Maschine erkennbar sein. 1,25 Meter nur ist „Myon“ groß, also in etwa wie ein achtjähriges Kind. Mit dieser Größe sollen Berührungsängste abgebaut und Sympathien erzeugt werden.
Dazu trägt auch der verwendete Hüllenwerkstoff bei, genau genommen ein Komposit aus zwei Polycarbonat-Typen, die mittels Coextrusion sowie nachgeschaltetem Kalander als Verbundplatten produziert werden. Im Falle von „Myon“ sind dies das glasfaserverstärkte, hochsteife und flammgeschützte „Makrolon 9425“ und das glänzend-transparente „Makrolon ET3113“ für die Außenschicht. Die so entstandene Verbundplatte mit optischem Tiefeneffekt wird dann noch tiefgezogen. Die Schalen sind so glatt, glänzend und dennoch robust. Schließlich soll die Hülle auch die wertvolle Robotertechnik vor Beschädigungen schützen.
Links
www.frackenpohl-poulheim.de
www.bayermaterialscience.de
www.neurorobotik.de
Verwandte Artikel





Aktuator aus elektroaktivem Elastomer
Neuer Studiengang in Furtwangen








