OLEDs von der Rolle

So sehen sie aus, die flexiblen OLEDs wie sie in der Dresdener Pilotanlage hergestellt werden | Foto: Janek Wieczoreck
Flexible OLEDs durch neues Produktionsverfahren
Die derzeit erhältlichen Organischen Leuchtdioden sind nicht nur ausgesprochen klein, sondern auch starr, weil sie mit Glasschichten gekapselt werden. Die Vision zielt aber auf flexible OLEDs, die sich dreidimensional geformten Substraten anpassen lassen.
Jetzt sind die beiden Fraunhofer-Institute IPMS und FEP in Dresden diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen. Gemeinsam haben die Institute im Rahmen des vom Bund geförderten Forschungsprojektes „Rollex“ ein Verfahren entwickelt und erprobt, das im Vakuum-Rolle-zu-Rolle-Prozess flexible, ausschließlich aus polymeren Materialien aufgebaute OLEDs auswirft.
Weil dieses Verfahren kontinuierlich arbeitet, eignet es sich bestens für die industrielle Massenfertigung mit entsprechender Kostenreduzierung.
Ein wichtiger Punkt in diesen Prozess nimmt die Dünnschichtverkapselung der leuchtenden OLED-Schichten ein, schließlich müssen diese vor Feuchtigkeit und Sauerstoff so gut wie möglich geschützt werden, soll die Lebensdauer stimmen. Die dafür notwendigen Barriereschichten müssen nicht nur großflächig anwendbar sein, sondern auch transparent und dürfen die Farbe des emittierten Lichtes nicht beeinträchtigen. In der Pilotanlage gelang es den Institutsforschern erstmals, die OLED-Materialien auf eine preiswerte Aluminiumfolie aufzubringen und diese mit dem vom FEP patentierten System zu verkapseln.
Das entwickelte Verfahren kann auch für die Produktion organischer Solarzellen oder Speichersysteme verwendet werden. Daher sollen die Arbeiten von den beiden Instituten nun in einem größeren Konsortium fortgesetzt werden.
Link
www.fep.fraunhofer.de
www.ipms.fraunhofer.de
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