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Airbus-Studie 2050

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Die Röhre bleibt, aber sonst ist alles anders: Das Kon­zept­flug­zeug von Air­bus. Statt unter den Flä­chen sind die Trieb­werke halb­in­te­griert am Rumpf plat­ziert | Abbil­dung: Airbus

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Die Sei­ten­an­sicht zeigt die mar­kan­ten Unter­schiede der Kon­struk­tion: Hohe Flü­gel­stre­ckung, Trieb­werke am Rumpf und ein U-förmiges Leit­werk | Abbil­dung: Airbus

Teil­in­te­grierte Antriebe und holo­gra­fi­sche Wände

Schon immer mach­ten sich Flug­zeug­her­stel­ler Gedan­ken, wie das Flie­gen der Zukunft aus­se­hen könnte. Sicher ist, dass das bis­her prak­ti­zierte Opti­mie­ren ein­zel­ner Aspekte kaum noch Poten­zial bie­tet und neue Kon­zepte für Antriebe, Kon­fi­gu­ra­tion und Aero­dy­na­mik gefun­den wer­den müssen.

Eine aktu­elle Stu­die, die Air­bus im Rah­men der inter­na­tio­na­len Flug­show im bri­ti­schen Farn­bo­rough vor­ge­stellt hat, zeigt einen neuen Ansatz. Das Kon­zept­flug­zeug nutzt zwar noch immer das Röhre-Tragflächen-Prinzip, doch zeigt es ent­schei­dende Neue­run­gen. So sind die Trag­flä­chen nicht nur aus­ge­spro­chen schlank, son­dern auch frei von Trieb­werks­gon­deln. Das Prin­zip der semi-integrierten Tur­bi­nen ver­spricht eine aero­dy­na­mi­sche Ver­bes­se­rung – der Luft­ein­lass befin­det sich unter den Trag­flä­chen, die Trieb­werke seit­lich des hin­te­ren Rump­fes und der Abgas­strom tritt über dem Leit­werk nach hin­ten aus. Das Leit­werk selbst setzt eben­falls seit­lich am Rumpf an und ist U-förmig aus­ge­bil­det, for­mal erin­nern die Sei­ten­sta­bi­li­sa­to­ren an über­di­men­sio­nierte Win­glets, wie sie an den Trag­flä­chen­spit­zen anschließen.

Die Trieb­werks­an­ord­nung ist nicht grund­le­gend neu, schon der erste Pas­sa­gier­jet, die bri­ti­sche De Havil­land DH 106 „Comet“ (Erst­flug 1949), ver­fügte über vier Tur­bi­nen in den Flä­chen­wur­zeln und eine sau­bere Aerodynamik.

In der Kabine war­tet Air­bus mit ganz neuen, tat­säch­lich futu­ris­ti­schen Ideen auf. So sol­len holo­gra­fi­sche Pro­jek­tio­nen ver­schie­denste vir­tu­elle Ober­flä­chen gene­rie­ren und den Pas­sa­gie­ren ganz indi­vi­du­elle Umge­bun­gen bie­ten. Eine wei­tere visio­näre Idee: Die Außen­wände las­sen sich für 360-Grad-Panoramablicke per Knopf­druck par­ti­ell auf trans­pa­rent schal­ten.
Die Stu­die ist ins Jahr 2050 gedacht, könnte aber, so Air­bus, bereits 2030 rea­li­sier­bar sein, wenn die tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung im momen­ta­nen Tempo weiterschreitet.

Link
www​.air​bus​.com

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