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Zwischen Design, Technologie und Kunst

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Die „Car­bon Lad­der” von Marc New­son ist kein Gebrauchs-, son­dern ein Samm­ler­stück | Foto: Fabrice Gous­set / cour­tesy gale­rie kreo

Neue Mate­ria­lien beliebt bei Sammlern?

Collec­ting tech­no­logy“, so heißt das neue Motto für den finanz­kräf­ti­gen Design­samm­ler. Ambra Medda, die umtrie­bige Mit­be­grün­de­rin der in Base­ler Messe Design Miami, sieht die­sen Trend für die kom­men­den Jahre stär­ker wer­den. Und schon jetzt sah man auf der Messe, die direkt auf dem Bas­ler Mes­se­ge­lände in Lauf­nähe zur Art Basel statt­fin­det, zwar noch größ­ten­teils die übli­chen Desi­gn­fa­vo­ri­ten der Szene. Aber neben den Desi­gniko­nen von Meis­tern wie Jean Prouvé, Char­lotte Per­ri­and und Hans Weg­ner fin­det man auch Hightech-Experimente und digi­tale Pro­jekte, die zum Kauf feil­ge­bo­ten werden.

Bei der renom­mier­ten Car­pen­ters Work­shop Gal­lery aus Lon­don über­rascht die Instal­la­tion „You fade to light“. Die Spie­gel­wand aus Hun­der­ten OLEDs wird zum Leben erweckt, sobald sich ein Betrach­ter nähert. Das 140.000 Euro teure Stück stammt von Ran­dom Inter­na­tio­nal. Das Lon­do­ner Kol­lek­tiv hat – neben Beta Tank, Gra­ham Hud­son und Zigel­baum & Coelho – den „Desi­gner of the Future Award“ gewon­nen. Ihre Instal­la­tion „Self Por­trät“ ist eine blanke Lein­wand, die immer­fort scannt, was vor ihr pas­siert. Stellt sich der Besu­cher davor, wird der Moment sei­ner Inter­ak­tion mit der Lein­wand abge­bil­det, wobei das Bild, sobald es erscheint, gra­du­ell auch gleich wie­der ver­blasst. „Wir haben alle Design stu­diert“, sagt Han­nes Koch.

Zwi­schen Design, Tech­no­lo­gie und Kunst bewegt sich auch die Licht­in­stal­la­tion „six­forty by foureighty“ von Coelho & Zigel­baum. Das ame­ri­ka­ni­sche Duo will mit sei­ner inter­ak­ti­ven Instal­la­tion das, was inner­halb eines Com­pu­ters abläuft, mate­ria­li­sie­ren. Das Pixel wird als bun­ter Leucht­kör­per vom Screen befreit und in die phy­si­sche Welt beför­dert. Jedes der 220 Pixel­ele­mente kann berührt, bewegt und ver­än­dert wer­den. Auch die renom­mierte Pari­ser Gale­rie Kreo insze­nierte das Trend­thema aufs Schönste: Ein Hightech-Objekt ist nicht nur Kon­stan­tin Grcics Liege „Kar­bon“ aus Kar­bon­fa­sern, die in einer Auf­lage von 12 Exem­pla­ren zu 65.000 Euro zu haben ist, son­dern auch Mar­tin Sze­kelys Regal „365“ aus Aluminium-Wabenplatten, die sonst im Flug­zeug­bau ver­wen­det wer­den. Hier ist die Limi­tie­rung nicht Mar­ke­ting­in­stru­ment, son­dern Expe­ri­men­tier­feld fernab vom Dik­tat der Serienherstellung.

Der Markt für Design Art boomt — die Finanz­krise scheint kein Thema mehr zu sein. Ob sich mit Tech­no­lo­gie auch Rekord­preise erzie­len las­sen, wird sich wei­sen müssen.

Link
www​.desi​gn​miami​.com

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