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Elektromobilität im Vergleich

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Radnabenmotor_72

Kommt die Ener­gie für den Radna­ben­mo­tor (hier ein Pro­to­typ des Fraunhofer-Institutes IFAM) künf­tig aus Bat­te­rien oder Brenn­stoff­zel­len? Das Fraunhofer-Institut ISI ging der Frage nach | Foto: Fraun­ho­fer IFAM

Brenn­stoff­zel­len oder Bat­te­rien – was ist sinnvoller?

In der aktu­ell vor­ge­stell­ten Stu­die „Ver­gleich von Strom und Was­ser­stoff als CO2-freie End­en­er­gie­trä­ger” ver­gleicht und bewer­tet das Fraunhofer-Institut für Sys­tem– und Inno­va­ti­ons­for­schung ISI gemein­sam mit der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH im Auf­trag der RWE AG ver­schie­dene Anwen­dungs­fel­der für Strom und Was­ser­stoff. Die Ana­ly­sen gel­ten für Deutsch­land und wur­den für die Jahre 2015 und 2030 durchgeführt.

Die Unter­su­chung geht der Frage nach, wo wel­cher der bei­den End­en­er­gie­trä­ger Strom und Was­ser­stoff im Ver­gleich zu kon­ven­tio­nel­len Lösun­gen am sinn­volls­ten ein­zu­set­zen ist. Auf der Grund­lage von Lebenszyklus-Analysen sowie Ener­gie­ket­ten­be­trach­tun­gen von der Quelle bis zur Anwen­dung, stan­den die Aspekte der Wirt­schaft­lich­keit, der Treib­haus­gas­emis­sio­nen sowie der Ener­gie­ef­fi­zi­enz im Fokus der Untersuchung.

Wer­den rege­ne­ra­tive oder CO2-arme Ener­gie­trä­ger ein­ge­setzt, dann haben bat­te­rie­ge­trie­bene Fahr­zeuge, aber auch Plug-in-Hybride und Brenn­stoff­zel­len­fahr­zeuge gegen­über kon­ven­tio­nel­len PKW die Nase vorne: „Die Treib­haus­gas­emis­sio­nen kön­nen um den Fak­tor vier bis fünf nied­ri­ger lie­gen im Ver­gleich zu PKWs mit Ver­bren­nungs­mo­to­ren, selbst wenn dort noch wei­tere Effi­zi­enz­stei­ge­run­gen unter­stellt wer­den“, erläu­tert Pro­jekt­lei­ter Mar­tin Wiet­schel vom ISI die Ergebnisse.

Künf­tig wird es eher situa­ti­ons­ab­hän­gige Ein­sätze ver­schie­de­ner Fahr­zeuge mit unter­schied­li­chem Antrieb geben, als eine Ein­zel­lö­sung, die allen Ansprü­chen gerecht wird. So wei­sen kleine PKW, etwa Zweit­wa­gen für Berufs­pend­ler, als reine Bat­te­rie­fahr­zeuge gegen­über den ande­ren Antriebs­sys­te­men signi­fi­kante Vor­teile auf. Im Mit­tel­klas­se­wa­gen­seg­ment ste­hen der­zeit die Plug-in-Hybride mit den Brenn­stoff­zel­len­fahr­zeu­gen bei den alter­na­ti­ven Antriebsys­te­men am bes­ten im Wett­be­werb. Sie haben im Ver­gleich zu rei­nen Bat­te­rie­fahr­zeu­gen eine län­gere Reich­weite und die Betan­kungs­zei­ten stel­len kein Hin­der­nis dar.
m Bereich der Busse kön­nen sich am ehes­ten Was­ser­stoff­busse gegen­über den heu­ti­gen Antriebs­kon­zep­ten durch­set­zen. Gerade in Bal­lungs­zen­tren mit lokal hohen Emis­sio­nen haben sie deut­li­che Vor­teile in der Umwelt­bi­lanz gegen­über kon­ven­tio­nel­len Bussen.

Der­zeit noch die größte Her­aus­for­de­rung stellt in allen Fäl­len die Wirt­schaft­lich­keit dar, die stark vom Antrieb, der Bat­te­rie bezie­hungs­weise Brenn­stoff­zelle, domi­niert wird. Von heu­ti­gen Zah­len aus­ge­hend, müss­ten für beide Tech­no­lo­gien die Kos­ten noch deut­lich gesenkt wer­den. Für PKWs bei Bat­te­rien um den Fak­tor drei, bei den Brenn­stoff­zel­len sogar noch dar­über. Bei den Bat­te­rie­fahr­zeu­gen stellt die noch feh­lende Erfah­rung mit der Lebens­dauer der Akkus der­zeit noch ein Risiko bezüg­lich der Wirt­schaft­lich­keit dar.

Link
www​.isi​.fraun​ho​fer​.de
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