Sensorband misst Vitalfunktionen

Erinnert an eine Armbanduhr, ist aber ein Sensorband, das die Vitalfunktionen des Trägers überwacht. Produziert wird es mit Hilfe polymerer Elektronik | Foto: IZM
Polymerelektronik bietet neue Möglichkeiten, wir Projekte des Fraunhofer-Instituts IZM zeigen.
Biegsam und kostengünstig im Druckverfahren herstellbar – Polymerelektronik gilt als Schlüsseltechnologie der nahen Zukunft. Am Münchner Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration, kurz IZM, arbeitet man seit geraumer Zeit an der Perfektionierung der Technik.
Nun stellte das Institut ein Sensorarmband vor, ausgestattet mit einem Elektroluminiszenz-Display und diversen Sensoren. Die überwachen beispielsweise die Körpertemperatur des Trägers oder dessen Hautfeuchte, womit Rückschlüsse auf den Getränkekonsum möglich sind. Möglich wäre aber auch, dass Träger von Herzschrittmachern über die Stärke elektromagnetischer Felder in der Umgebung informiert werden. Weitere oder andere Sensoren lassen sich nach Bedarf in die polytronische Plattform des Systems integrieren.
Technisch kombiniert das Sensorarmband klassische mit polymerer Elektronik. Auf Folien gedruckte Leuchtelemente, Sensoren und polymere Widerstände arbeiten mit integrierten Schaltungen aus Silizium zusammen. So erfasst eine drei Mikrometer dünne Resonanzschaltung mit geätzter Antennenspule die elektromagnetischen Felder. Und mit einem so genannten Interdigitalkondensator, 30 Mikrometer dünn und auf Folie appliziert, wird die Hautfeuchte ermittelt. Kammartige Mäander aus 0,5 Mikrometer dicken Kupferbahnen messen die Körpertemperatur.
Die Mikrosensoren und optischen Funktionen werden mit drucktechnischen und lithografischen Verfahren auf die Folien aufgebracht – was auch im besonders wirtschaftlichen Rolle-zu-Rolle-Verfahren machbar ist.
Link
www.izm.fraunhofer.de
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