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Einsteiger: Philipp Christ

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Die nur rund 20 Mil­li­me­ter gro­ßen Pum­pen wer­den mini­mal­in­va­siv direkt in die Arte­rien gesetzt und unter­stüt­zen dezen­tral die Herz­funk­tion des Pati­en­ten | Abbil­dung: Phil­ipp Christ

Kön­nen Größe und Quan­ti­tät von Maschi­nen belie­big sein? Ist das Netz­werk viel­leicht viel wich­ti­ger als das Ele­ment – und wie ist es orga­ni­siert? Fra­gen wie diese stell­ten sich mir zu Beginn des Diplom­pro­jek­tes und brach­ten mich über ver­schie­dene span­nende The­men letzt­end­lich zur Ker­n­idee mei­nes Ent­wurfs: Der „dezen­trale Puls“, ein aut­ark arbei­ten­des Herzunterstützungssystem.

Zur Behand­lung einer Herz­schwä­che wer­den gewöhn­lich zen­tral lie­gende Pum­pen implan­tiert und mit außer­halb des Kör­pers befind­li­chen Steuer– und Ener­gie­ge­rä­ten ver­ka­belt. Das schränkt den Pati­en­ten mas­siv ein und wirkt stigmatisierend.

Um die The­ra­pie mög­lichst mobil und wür­de­voll zu rea­li­sie­ren, sieht mein Kon­zept vor, kleine Pum­pen mini­mal­in­va­siv – ähnlich einem Herz­ka­the­ter – direkt in die Arte­rien zu brin­gen, wo sie vor Ort den gewünsch­ten Blut­druck erzeu­gen und so das Herz ent­las­ten. Mit­tels Glu­ko­se­brenn­stoff­zel­len ver­sor­gen sie sich selbst­stän­dig mit Ener­gie und lie­fern neben­bei wert­volle Daten über  Blut­gase, Blut­zu­cker, Herz­fre­quenz und Blut­druck. Diese Daten wer­den auf dem Pati­en­ten­mo­ni­tor dar­ge­stellt und über ein e-Health-Portal allen betei­lig­ten Ärzten bereit­ge­stellt. So kön­nen The­ra­pien wesent­lich schnel­ler und geziel­ter ange­passt wer­den, Kon­troll­un­ter­su­chun­gen ver­rin­gern sich deutlich.

Visua­li­sie­rung / Modell
Das Band des Pati­en­ten­mo­ni­tors wurde im Edelstahl-Laser-Melting Ver­fah­ren her­ge­stellt. In naher Zukunft wäre eine Rea­li­sie­rung in Titan denk­bar. Das CAD-Modell ist kom­plett in Rhino ent­stan­den und wurde im Pro­zess immer wie­der durch Rapid-Prototyping und 3D-Scan überprüft.

Hoch­schule
Hoch­schule Darm­stadt, Indus­trie­de­sign
9. Semes­ter
Betreuer: Prof. Jus­tus Thei­nert
www​.fbg​.​h​-da​.de

PhilippChrist_72Phil­ipp Christ stu­dierte von 2005 bis 2010 an der Hoch­schule Darm­stadt Indus­trie­de­sign, 2009 absol­vierte er ein Gast­se­mes­ter an der écal in Lau­sanne.
Wäh­rend des Stu­di­ums arbei­tete er an Koope­ra­ti­ons­pro­jek­ten mit Meta/Hailo (2007), Volks­wa­gen (2008), Hilti (2009), Gal­lery Fumi (2009) und Cor­naz (2009). Neben Prak­tika vor und wäh­rend des Stu­di­ums in den Berei­chen Kommunikations-Design, Industrie-Design und in einer Schrei­ne­rei, rea­li­sierte Phil­ipp Christ Pro­jekte für die Agen­tur Kol­le­Rebbe und gewann in Zusam­men­ar­beit mit Boris Inne­cken die And­rew World Com­pe­ti­tion 2009 mit dem Stuhl „woox“.

Kon­takt
philipp-christ (at) web​.de


Abbil­dun­gen / Text
Phil­ipp Christ

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