Das Online-Magazin für Industriedesign und Innovation

www.zwomp.de

Sensibler Dreifingergreifer

Print Friendly
HM0310_FinGripper_6

Macht sich die Mecha­nik der Fisch­flosse zu eigen: Der „Fin­Grip­per“ von Festo ermög­licht sogar das Hand­ling sen­si­bler Blu­men­zwie­beln | Foto: Festo

Festo zeigt mit dem „Fin­Grip­per“ auf der Han­no­ver Messe einen neuen, bio­nisch inspi­rier­ten Robotik-Greifer.

Immer wie­der lohnt es sich, einen genauen Blick auf die Natur zu wer­fen. Zum Bei­spiel auf die Struk­tur und Kine­ma­tik der Schwanz­flosse eines Fisches, aus des­sen Betrach­tung sich der so genannte „Fin Ray Effect“ ablei­ten ließ. Festo hat sich die­sem Effect ange­nom­men und nun eine neue tech­ni­sche Anwen­dung dar­aus gene­riert: den „Fin­Grip­per“, einen drei­glied­ri­gen Greifer.

Basis des Effek­tes bil­den zwei fle­xi­ble Bän­der, die wie ein Drei­eck zu einer Spitze zusam­men­lau­fen und mit­tels Zwi­schenste­gen über Gelenke und Bän­der ver­bun­den sind. Die­ser fle­xi­ble Ver­bund bewirkt, dass sich die Fin­ger des „Fin­Grip­per“ an die Kon­tur des zu hand­ha­ben­den Objek­tes anpas­sen. Auf diese Weise kön­nen sogar emp­find­li­che Blu­men­zwie­beln sor­tiert wer­den – oder Überraschungseier.

Für die Greif­be­we­gung sorgt der zuge­hö­rige pneu­ma­ti­sche Faltenbalg-Aktuator, Grei­fer wie Aktua­tor wer­den aus Poly­amid per Laser­sin­tern pro­du­ziert. Damit wiegt der „Fin­Grip­per“ nur etwa zehn Pro­zent ver­gleich­ba­rer Metall-Greifer – das wie­derum bedeu­tet nicht nur höhere Ener­gie­ef­fi­zi­enz, son­dern auch höhe­res Arbeits­tempo, weil Beschleu­ni­gung bzw. Ver­zö­ge­rung rascher erfolgen.

Links
www​.festo​.com


Fotos
Festo AG

Die­sen Arti­kel dru­cken, mai­len, bookmarken

Your Ad Here Your Ad Here

Kommentar schreiben