Sensibler Dreifingergreifer

Macht sich die Mechanik der Fischflosse zu eigen: Der „FinGripper“ von Festo ermöglicht sogar das Handling sensibler Blumenzwiebeln | Foto: Festo
Festo zeigt mit dem „FinGripper“ auf der Hannover Messe einen neuen, bionisch inspirierten Robotik-Greifer.
Immer wieder lohnt es sich, einen genauen Blick auf die Natur zu werfen. Zum Beispiel auf die Struktur und Kinematik der Schwanzflosse eines Fisches, aus dessen Betrachtung sich der so genannte „Fin Ray Effect“ ableiten ließ. Festo hat sich diesem Effect angenommen und nun eine neue technische Anwendung daraus generiert: den „FinGripper“, einen dreigliedrigen Greifer.
Basis des Effektes bilden zwei flexible Bänder, die wie ein Dreieck zu einer Spitze zusammenlaufen und mittels Zwischenstegen über Gelenke und Bänder verbunden sind. Dieser flexible Verbund bewirkt, dass sich die Finger des „FinGripper“ an die Kontur des zu handhabenden Objektes anpassen. Auf diese Weise können sogar empfindliche Blumenzwiebeln sortiert werden – oder Überraschungseier.
Für die Greifbewegung sorgt der zugehörige pneumatische Faltenbalg-Aktuator, Greifer wie Aktuator werden aus Polyamid per Lasersintern produziert. Damit wiegt der „FinGripper“ nur etwa zehn Prozent vergleichbarer Metall-Greifer – das wiederum bedeutet nicht nur höhere Energieeffizienz, sondern auch höheres Arbeitstempo, weil Beschleunigung bzw. Verzögerung rascher erfolgen.
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Festo AG
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