Medikamente per Beschichtung

In der Beschichtungsmatrix (violett und grün) sind die medikamentösen Wirkstoffe (blau) so eingelagert, dass sie gleichmäßig freigesetzt werden – besonders bei Implantaten ist diese Lösung interessant | Foto: Bayer MaterialScience
„Baymedix CD“ integriert Medikamente in die Beschichtung und gibt sie dosiert ab.
Eigentlich wurde die Medikamentenbeschichtung zunächst für Stents entwickelt, also jene Implantate, die dafür sorgen, dass beispielsweise Blutgefäße offen bleiben. Doch „Baymedix CD“ eignet sich nach Angaben des Herstellers Bayer MaterialScience auch für andere Objekte, für polymere Substrate ebenso wie für Metalle wie Stahl oder Nitinol.
Die Beschichtung wird im Sprüh– oder Tauchverfahren auf das zunächst oberflächenaktivierte Substrat zusammen mit dem Medikament aufgetragen. Zwischen Substrat und Beschichtung bildet sich dabei eine haftungsintensive kovalente Bindung aus, die applizierte Schicht ist ausgesprochen glatt.
Durch Variation der hydrophilen und hydrophoben Bestandteile in der Beschichtung kann diese dem aufzunehmenden Medikament und der geforderten Abgaberate angepasst werden. Die Zeitspanne für die gleichmäßige Freisetzung des Medikaments kann zwischen wenigen Stunden und mehreren Monaten betragen. Wie Biokompatibilitätstests ergaben, ist die Inertheit der Beschichtung gegeben.
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www.baymedix.de
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