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Einsteigerin: Bettina Huber

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Liege_komplett

Gesamt­an­sicht der Liege vor dem Ein­fah­ren in die Dia­gno­se­röhre | Abb: Bet­tina Huber

Brust­krebs stellt eine nicht zu unter­schät­zende Bedro­hung für Frauen dar. Im Rah­men ihrer Diplom­ar­beit setzte sich Bet­tina Huber daher mit der Dia­gnose von Brust­krebs aus­ein­an­der. Das Ergeb­nis ihrer Arbeit ist ein Zusatz­ge­rät für die auto­ma­ti­sierte Biop­sie inner­halb des Kernspintomographen/MRT, das durch Form– und Farb­ge­bung Ängste der Pati­en­tin­nen abbauen soll.

Die Kom­bi­na­tion von Biop­sie und Kern­spin­to­mo­gra­phie gilt bei der Erken­nung von Brust­krebs als beson­ders zuver­läs­sig, weist aber noch enor­mes Ent­wick­lungs­po­ten­tial auf. Ins­be­son­dere die auto­ma­ti­sierte Biop­sie soll die Genau­ig­keit der Dia­gnose stei­gern, da sie schon wäh­rend der Unter­su­chung im MRT durch­ge­führt wer­den kann. Der Frau wird dabei inner­halb der MRT-Röhre in Bauch­lage Gewebe aus der Brust ent­nom­men. Unter­schied­li­che Ängste kön­nen sie belas­ten: Angst vor der räum­li­chen Enge, vor der Dia­gnose, der Ver­let­zung der Intim­sphäre oder dem inva­si­ven Ein­griff mit der Nadel.

Im Gegen­satz zu heu­ti­gen Gerä­ten geht Bet­tina Hubers Ent­wurf auf diese Ängste ein. Die Liege ist hygie­nisch weiß, die Brust­ein­sätze sind grün und wer­den zudem hin­ter­leuch­tet. Das wirkt sich beru­hi­gend aus, da so der Bereich, in dem der Ein­griff statt­fin­det, klar defi­niert ist. Die Nadel sieht die Pati­en­tin im Unter­schied zu heu­ti­gen Pro­to­ty­pen wäh­rend der Unter­su­chung nicht. Dage­gen kann sie über ein inte­grier­tes Dis­play mit der Radio­lo­gin oder dem Radio­lo­gen kom­mu­ni­zie­ren und den Blick­kon­takt auf­recht­er­hal­ten. So wird deut­lich, dass der Mensch und nicht die Maschine die Frau behan­delt. Dank zahl­rei­cher Anpas­sungs­mög­lich­kei­ten der Liege lässt sich zum einen der knapp bemes­sene Platz inner­halb der Röhre opti­mal aus­nut­zen, zum ande­ren wird so eine bequeme Lage und damit ruhi­ges Lie­gen unterstützt.

Visua­li­sie­rung
Auf­bau des Modells in Solid Works, Ren­de­rings in Cinema 4D, Rea­li­sie­rung des Modells in Rapid Pro­to­typ­ing (Pols­ter und Kopf­teil mit­tels 3D-Druckverfahren; Brust­ein­sätze in Stereolithographie)

Hoch­schule
Köln Inter­na­tio­nal School of Design, Stu­di­en­gang Design
Betreuer: Prof. Hatto Grosse
www​.kisd​.de

BettinaHuberBet­tina Huber stu­dierte von 2005 bis 2009 an der Köln Inter­na­tio­nal School of Design. Seit­her arbei­tet sie als Free­lan­ce­rin bei Yel­low Design in Köln. Wäh­rend ihres Stu­di­ums absol­vierte sie Prak­tika bei Teams Design in Ess­lin­gen, bei Hug&Dorfmüller in Luzern und bei Knop – Tech­ni­sche Rea­li­sa­tion in Sürth. Von 1999 bis 2002 stu­dierte sie Betriebs­wirt­schaft an der Berufs­aka­de­mie Mann­heim und arbei­tete anschlie­ßend als Mar­ke­ting Mana­ge­rin bei DHL Paket in Bonn.

Kon­takt
design(at)bettinahuber.de


Abbil­dun­gen / Text
Bet­tina Huber

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