Ventilator ohne Propeller

Der ring­för­mige „Air Mul­ti­plier“ von Dyson bringt die Raum­luft in Schwung.

 

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Der „Air Mul­ti­plier“ bringt Raum­luft ohne sicht­ba­ren Pro­pel­ler in Bewe­gung. Die Tech­nik steckt im zylin­dri­schen Gehäuse, im Ring wird die Luft beschleu­nigt | Foto: Dyson

James Dyson ist immer mal wie­der für über­ra­schende Pro­dukt­tech­ni­ken gut – kürz­lich hat er den „Air Mul­ti­plier“ vor­ge­stellt, einen Tisch­ven­ti­la­tor. Nun wäre Dyson nicht Dyson, wenn das neue Gerät keine Fra­ge­zei­chen auf­wer­fen würde. In die­sem Fall ist das Fra­ge­zei­chen beson­ders groß, denn es fehlt ein wesent­li­ches Teil: der Pro­pel­ler. Statt­des­sen besteht das Gerät aus einem omi­nö­sen Ring, das auf einem zylin­dri­schen Gehäuse ruht. Damit nicht genug, Dyson behaup­tet auch noch, dass der „Air Mul­ti­plier“ die bewegte Luft um den Fak­tor 15 vervielfache.

Betrach­tet man das Gerät­chen genau, wie es bei­spiels­weise Eng­ad­get gemacht hat, dann stößt man im Gehäuse sehr wohl auf einen Pro­pel­ler, aller­dings eher in Form eines Lüf­ter­ra­des. Das wird von einem regel­ba­ren, bürs­ten­lo­sen Motor ange­trie­ben. Und nun kommt der Trick von Dyson, eine fas­zi­nie­rende Idee. Der Motor saugt unten im Gehäuse bis zu 20 Liter pro Sekunde an, trans­por­tiert es dann nach oben in das Rin­ge­le­ment. Die­ser Ring ist ein Hohl­pro­fil, aero­dy­na­misch erin­nert der Quer­schnitt an eine Trag­flä­che. Die ange­saugte Luft wird über einen schma­len Luft­spalt an der Innen­seite des Rings ent­las­sen. Dies pas­siert mit einer gegen­über der Umge­bungs­luft höhe­ren Geschwin­dig­keit, dar­aus resul­tiert ein Unter­druck, der dann tat­säch­lich zusätz­li­che Luft mit­reißt. So wer­den aus 20 Litern Luft­för­de­rung bis zu 300 Liter – eine unge­mein effi­zi­en­tes Verfahren.

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Aus wenig wird viel: Über das Gehäuse ange­saugte Luft wird nach oben in den Ring trans­por­tiert, wo sie über einen klei­nen Spalt beschleu­nigt aus­tritt und dabei wei­tere Luft­men­gen mit­reisst | Abbil­dung: Dyson

Ein wei­te­rer Vor­teil: Der Luft­strom wird gleich­mä­ßi­ger und weni­ger pul­sie­rend wie bei her­kömm­li­chen Ven­ti­la­to­ren und das Gerät ist siche­rer, weil die beweg­li­chen Teile gekap­selt sind. Aller­dings erin­nere das Geräusch, so Eng­ad­get an das Klang­bild eines Staubsaugers.

www.dyson.de
www.engadget.com

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