Das Online-Magazin für Industriedesign und Innovation

www.zwomp.de

220 Tonnen – leichter als Luft

Print Friendly
129-0180_l

Mit 41,2 Metern Durch­mes­ser und 245 Metern Länge ist die 1937 hava­rierte LZ 129 noch immer das größte Luft­fahr­zeug – und ein Mei­len­stein der Werk­stoff­kunde | Foto: Zep­pe­lin Museum

Metalle, Tex­ti­lien, Beschich­tun­gen und Gase – das Zep­pe­lin Museum blickt unter die silb­rige Hülle des Zep­pe­lins „Hindenburg“.

Mit der vor über 70 Jah­ren gebau­ten LZ 129, dem größ­ten jemals gebau­ten Luft­fahr­zeug, wurde auch Mate­ri­al­ge­schichte geschrie­ben. 12 Stu­die­rende der Uni­ver­si­tät Stutt­gart aus den Berei­chen Geschichte der Natur­wis­sen­schaf­ten und Tech­nik sowie Luft– und Raum­fahrt­tech­nik sind die­sem beson­de­ren Aspekt nach­ge­gan­gen und haben eine Aus­stel­lung kon­zi­piert, die bis zum 25. April im Fried­richs­ha­fe­ner Zep­pe­lin Museum zu sehen ist.

Schon immer war die Luft­fahrt eine beson­dere werk­stoff­tech­ni­sche Her­aus­for­de­rung – auch bei den gigan­ti­schen Zep­pe­linen zählte vor allem der Leicht­bau. So setzte man beim Bau der 1936 in Dienst gestell­ten LZ 129 „Hin­den­burg“ aus­gie­big Alu­mi­nium sowie Duralu­mi­nium ein – formte dar­aus ein fili­gra­nes Stre­ben­ge­rüst, in das die 16 Gas­zel­len ver­an­kert wur­den. Die wie­derum bestan­den aus dop­pel­la­gi­gem Stoff­ge­webe mit dazwi­schen­lie­gen­der Gela­ti­ne­schicht – die sollte den Ver­lust des Trag­ga­ses Was­ser­stoff ver­lang­sa­men. Auch die silb­rige Außen­hülle basiert auf einem Stoff, mehr­schich­tig lackiert, um UV-Schutz zu bie­ten und Wär­me­strah­lung zu reflektieren.

Die Son­der­schau im Zep­pe­lin Museum gibt zudem Ein­bli­cke in die Pro­duk­ti­ons­pro­zesse und die Konstruktionsweise.

Link
www​.zep​pe​lin​-museum​.de
www​.uni​-stutt​gart​.de/​h​i​/​g​n​t​/​a​u​s​s​t​e​l​l​u​n​g​e​n​/​z​e​p​p​e​lin

Fotos
Zep­pe­lin Museum

SCHARF. Your Ad Here

Kommentar schreiben