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Formholzrohre

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Rohre aus Form­holz spa­ren 80 Pro­zent Roh­stoffe | Foto: TU Dresden

80 Pro­zent weni­ger Mate­rial plus Option zur Faser­ver­stär­kung: Das Form­holz­rohr der TU Dresden.

Schon 2002 wurde das am Insti­tut für Stahl– und Holz­bau der TU Dres­den ent­wi­ckelte Ver­fah­ren paten­tiert, jetzt erhiel­ten die For­scher Prof. Dr.-Ing. Peer Hal­ler, Dipl.-Ing. Jörg Weh­se­ner und Dipl.-Ing. Sonja Zieg­ler für die Formholzrohr-Produktionstechnik den Inno­va­ti­ons­preis für Klima und Umwelt.

Bei dem Ver­fah­ren wer­den aus dem Roh­holz Boh­len geschnit­ten, erwärmt, gepresst, zu Plat­ten ver­leimt und unter dem Ein­fluss von Wärme, Druck und Feuch­tig­keit zu Pro­fi­len geformt.
Wird Holz erhitzt, befeuch­tet und einem bestimm­ten Druck aus­ge­setzt, quer zur Holz­fa­ser ver­dich­tet und plas­tisch ver­formt, schlie­ßen sich die Zel­len im Holz, ohne dass dabei die Zell­wände bre­chen. Das so ent­stan­dene Form­holz weist durch seine Mate­ri­al­dichte eine deut­lich höhere Fes­tig­keit auf. Die Ver­dich­tung ermög­licht die zwei– und drei­di­men­sio­nale Ver­form­bar­keit von Holz quer zur Faser, so dass viele unter­schied­li­che For­men bis zur mehra­xial gekrümm­ten Holz­platte her­stell­bar sind.
Zudem kann das Form­holz nach­träg­lich mit syn­the­ti­schen Fasern ver­stärkt wer­den. Der Clou: auf­grund des deut­lich gerin­ge­ren Ver­schnitts nur rund 20 Pro­zent der Menge des Roh­hol­zes gebraucht, das beim her­kömm­li­chen Ver­fah­ren not­wen­dig ist. Außer­dem kön­nen auch Laub­bäume und sogar Äste und Kro­nen ver­wen­det werden.

Momen­tan läuft die Pro­duk­tion in einer Pilot­an­lage mit einer jähr­li­chen Kapa­zi­tät von 90000 Rohren.

Links
www​.tu​-dres​den​.de/​b​i​w​i​b​h​/​h​o​l​z​b​a​u​/​h​o​m​e​.​htm
www​.iku​-inno​va​ti​ons​preis​.de

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