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Einsteigerin: Bianca Herberth

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my Korsi” – hier noch als 1:1 Modell aus mil­li­me­ter­dün­nem Poly­amid und Softs­hell­ge­webe | Foto: Bianca Herberth

Die Orthese „my Korsi“ – Diplom­ar­beit für die Therapie

Etwa vier Pro­zent der Bevöl­ke­rung, vor allem junge Mäd­chen, lei­den unter Sko­liose, einer Ver­krüm­mung der Wir­bel­säule. Die Orthese „my Korsi” wurde bei­spiel­haft für eine der häu­figs­ten Krüm­mun­gen im Len­den­be­reich ent­wi­ckelt. Sie besteht aus drei mit­ein­an­der ver­bun­de­nen Druck­be­rei­chen, die die Wir­bel­säule zur Kor­rek­tur in die spie­gel­ver­kehrte Rich­tung lenken.

Dar­über hin­aus bie­tet „my Korsi“ den Pati­en­tin­nen mehr Tra­ge­kom­fort durch ein atmungs­ak­ti­ves Zwi­schen­tex­til; ein­ge­webte Sen­so­ren mes­sen den Druck und die Tra­ge­zeit. Hauch­dünne, geräusch­lose Nano­klett­ver­schlüsse wur­den homo­gen in die Form integriert.

Das Beson­dere von „my Korsi“ ist jedoch die Ein­fluss­mög­lich­keit der Pati­en­tin auf die Gestal­tung des laser­ge­s­in­ter­ten Kor­setts. So ver­wan­delt sich die ursprüng­lich rein ortho­pä­di­sche, funk­tio­nale Orthese zu einem indi­vi­du­el­len Pro­dukt, das sich bes­ser in den All­tag eines Teen­agers inte­grie­ren lässt und dem­ent­spre­chend kon­se­quen­ter getra­gen wird. „my Korsi“ ist daher so ange­legt, dass es im Laser­sin­ter­ver­fah­ren aus Poly­amid her­stell­bar ist.

Visualisierung/Modell
Der 3D-Datensatz wurde in Rhi­no­ce­ros 4.0 und Solid­works erstellt und danach als 1:1 Modell am Stutt­gar­ter Fraunhofer-Institut IPA lasergesintert.

Hoch­schule
Hoch­schule Mün­chen, Indus­trial Design
Betreuer Prof. Peter Nau­mann
Som­mer­se­mes­ter 2009
www​.design​.hm​.edu

Bianca Her­berth stu­dierte von Okto­ber 2004 bis Sep­tem­ber 2009 Indus­trial Design an der Hoch­schule Mün­chen. In die­ser Zeit bear­bei­tete sie Stu­di­en­pro­jekte in Zusam­men­ar­beit mit Bang & Olufsen, Adi­das, Bosch­Sie­mens­Haus­ge­räte GmbH und EADS Inno­va­tion Works.
2009 arbei­tete sie als Werk­stu­den­tin bei EADS Inno­va­tion Works/Advanced Design & Visua­liza­tion in Otto­brunn; dazu freie Mit­ar­bei­te­rin bei Gold­mann Public Rela­ti­ons. Prak­tika absol­vierte sie 2007 bei Andreas Strupp­ler Design in Mün­chen, 2006 bei Alpla/Alwin Leh­ner GmbH und Co KG im Bereich Design– & Pro­dukt­ent­wick­lung in Hard, Öster­reich. Hinzu kom­men wei­tere Prak­tika in den Berei­chen Modell­bau und Kunst­stoff­tech­no­lo­gie.
Von August 2003 bis Juli 2004 absol­vierte sie ein Art & Design Auf­bau­stu­dium am Bour­ne­mouth & Poole Col­lege in Süd­eng­land.
Bianca Her­berth ist Mit­glied der stu­den­ti­schen Initia­tive Nähr­wert – und wann immer sie Zeit hat, reist sie gerne für meh­rere Wochen durch die Welt.

Kon­takt
bianca.herberth(at)googlemail.com

Fotos
Bianca Herberth

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