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Turboprop-Aggregat per 3D-Druck

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1:1-Modell eines Turboprop-Triebwerk, erst­mals per 3D-Druck rea­li­siert | Foto: Stratasys

Groß, viel­tei­lig und per Fused Depo­si­tion Mode­ling produziert.

Aus 188 Ein­zel­tei­len besteht das 1:1-Modell eines Turboprop-Triebwerkes, das kürz­lich in nur sechs­ein­halb Wochen fer­tig­ge­stellt wurde. Als Mate­rial für die teils enorm gro­ßen – jedes der sechs Pro­pel­ler­blät­ter misst 1,4 Meter – dient im FDM-Verfahren (Fused Depo­si­tion Mode­ling) schicht­weise appli­zier­tes ABS.

Ent­wor­fen hat das Trieb­werk der Desi­gner Nino Calda­rola mit der Soft­ware Auto­desk Inven­tor 2010, inspi­rie­ren ließ er sich von dem Trieb­werk TP 500, das die Piag­gio Avanti II antreibt, ein Pri­vat­flug­zeug mit zwei Schub­props in den heck­sei­tig mon­tier­ten Trag­flä­chen. Calda­ro­las Trieb­werk stellt also eine Mischung aus einem neuen und einem klas­si­schen Trieb­werk dar.

Mit drei Metern Länge und zwei gegen­läu­fi­gen Pro­pel­lern mit 3,2 Metern Durch­mes­ser ist das Modell eine statt­li­che Erschei­nung. Doch nicht nur dies erstaunt, auch die Her­stel­lung: Alle 188 Teile stam­men aus 3D-Druckern des Unter­neh­mens Stra­t­a­sys, die das FDM-Verfahren nut­zen. Bei die­sem Rapid Prototyping-Prinzip trägt eine Düse die Schmelze eines ther­mo­plas­ti­schen Kunst­stof­fes schicht­weise auf. Nach Fer­tig­stel­lung einer Schicht wird das Objekt abge­senkt, die nächste Schicht folgt. Durch die Ther­mo­plas­ti­zi­tät ver­bin­den sich die ein­zel­nen Ebe­nen zu einem kom­pak­ten Gan­zen, ein Aus­här­ten am Ende ist nicht notwendig.

Vier Wochen benö­tigte die Pro­duk­tion der Teile, zwei­ein­halb Wochen die Mon­tage – die Kos­ten dafür wer­den auf rund 25000 Dol­lar geschätzt. Mit kon­ven­tio­nel­len Metho­den hätte die Her­stel­lung min­des­tens neun Monate gedau­ert und bis zu einer Mil­lion Dol­lar verschlungen.

Link
www​.stra​t​a​sys​.com

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