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Past – Present – Future

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Sel­ters statt Sekt, dafür aber aus der legen­dä­ren Kupetz­schen Fla­sche: Der VDID fei­erte in Stutt­gart sei­nen 50. Geburts­tag | Foto: Scharf

50 Jahre VDID – ein Rück­blick mit Ausblick.

Damals herrschte Auf­bruch­stim­mung – und Unzu­frie­den­heit. Zumin­dest unter jenen Men­schen, die sich der indus­tri­el­len Gestal­tung ver­schrie­ben hat­ten, sich aber in einem beruf­li­chen Nie­mands­land wähn­ten. Weder der kurz zuvor gegrün­dete Rat für Form­ge­bung, noch die aus der Vor­kriegs­zeit stam­mende Initia­tive „Gute Form“ waren als Inter­es­sen­ver­tre­tung der neu sich erfin­den­den Indus­trie­de­si­gner geeig­net – und auch nicht gedacht.

Also tra­fen sich am 5. August 1959 acht, alle Mitte bis Ende der 1920er-Jahre gebo­rene junge Män­ner in Stutt­gart, um den VDID ins Leben zu rufen. Schließ­lich sollte der erstar­kende indus­tri­ell ori­en­tierte Gestal­ter end­lich eine direkte und ange­mes­sene Ver­tre­tung erhal­ten – und eine Bezeich­nung, die es bis dahin offi­zi­ell noch gar nicht gab.

Die glor­rei­chen Acht waren: Her­bert Hir­che († 2002), Hans Theo­dor Bau­mann, Karl Dit­tert, Gün­ter Kupetz, Peter Raa­cke, Rai­ner Schütze († 1989), Hans Erich Slany und Arno Votteler.

Ende Novem­ber 2009, also etwas mehr als 50 Jahre nach die­sem Akt, kamen die sechs übrig geblie­be­nen Grün­der erneut nach Stutt­gart, um zu fei­ern – zusam­men mit zahl­rei­chen ande­ren VDID-Mitgliedern, von denen es heute rund 500 gibt. Doch statt sich nur zuzu­pros­ten, ward ein Sym­po­sium gege­ben, mit dem pas­sen­den Motto „Past-Present-Future“. Span­nend geriet der Part „Was haben Schü­ler und Leh­rer von­ein­an­der gelernt?“, bei dem VDID-Granden zusam­men mit jenen auf die Bühne tra­ten, die einst Stu­den­ten waren. Ste­fan Len­gyel hatte Tho­mas Ger­lach zur Seite, Her­bert Lin­din­ger bot Klaus-Dieter Johnke (VW) auf und Gün­ter Kupetz trat mit Achim Bölst­ler (WMF) an. Iris Laub­stein wurde dabei die nicht ein­fa­che Auf­gabe zuteil, die Anek­do­ten her­aus­zu­kit­zeln und den Erin­ne­rungs­strom hier und da wie­der zu bremsen.

Und am Abend war dann tat­säch­lich all­ge­mei­nes Zupros­ten, Musik und Tanz sowie Schwel­gen im Ges­tern, Heute und Mor­gen ange­sagt. Wozu auch die Prä­sen­ta­tion des VDID-Nachwuchspreises ganz gut passte.

Link
www​.vdid​.de

Fotos
Scharf

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