Skizzen zu Dateien

3D-Flächenmodellierung eines Eierbechers mit Richtungsvektoren und Tiefenwerten, die aus der Skizze gemessen wurden | Abb: IPA
Vom Entwurf direkt zum CAD-Modell – das Fraunhofer-Institut IPA arbeitet daran.
Freihandskizzen sind in der Konzeptionsphase nach wie vor unverzichtbar. Allerdings ist deren Übertragung in digitale Informationen nicht formalisiert und kann nicht durchgängig methodisch unterstützt werden – was aber von moderne Produktentwicklungsstrategien gefordert wird.
Vor allem geht es darum, erste formelle Konzepte aus der 2-D-Welt der Skizzen einfach und schnell in die 3-D-Welt der CAD-Modelle zu übertragen, mit denen Visualisierungen und Funktionssimulationen möglich sind.
Am Fraunhofer-Institut IPA widmet man sich diesem Problem und sucht nach praktikablen Lösungen, mittels neuer Werkzeuge Designern den schnellen Zugang zu digitalen Modellierstrategien und zum Rapid Prototyping über Freihandskizzen oder Designmodelle zu eröffnen. Dazu wurden verschiedene Ansätze der Papierskizzenauswertung entwickelt, die einerseits die direkte Ableitung digital unscharfer 2-D-Skizzen ermöglichen und andererseits die direkte intuitive Ableitung von 3-D-CAD-Flächen realisieren.
Das entwickelte Softwarepaket „SkizzErk“ erlaubt die freie Formdefinition für die Entwicklung von 3-D-Flächenelementen als auch die Anpassung an gegebene 3-D-Formen. Der Designer kann gestalterisch beliebige Werte setzen, gemessene Werte aus weiteren Skizzen verwenden oder Grundkörper definieren, die seinem Entwurf nahe kommen bzw. die er verändern will.
Die Besonderheit der Modelliermethode besteht darin, dass die entstehenden 3-D-Flächen im physikalischen Sinn eine intuitiv variierbare lineare Kombination einer dünnen Platte und einer Membran darstellen. So lassen sich auch Kanten, Knicke oder Risse in der 3-D-Fläche beschreiben. Die entwickelten 3-D-Kurven und 3-D-Flächen (Polygonnetze) können direkt in ein CAD-Modell übernommen werden.
Link
www.ipa.fraunhofer.de
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