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Schalterserie mit Samt-Haptik

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Q1_Schalter

Im Bild lei­der nicht wirk­lich sicht­bar: Die matte und hap­tisch sam­tige Ober­flä­che der Duroplast-Bauteile des „Q.1″.

Bei sei­nem neuen Schal­ter­pro­gramm „Q.1“ nutzt Ber­ker erneut Ami­no­plaste als Basis­ma­te­rial, also Duro­plaste, die sich spä­ter nicht wie­der ther­misch ver­for­men las­sen. Ver­ar­bei­tet wer­den die ein­ge­färb­ten Gra­nu­late im Spritz­press­ver­fah­ren, wobei der Kunst­stoff im Werk­zeug unter Druck und Wär­me­ein­wir­kung aus­här­tet. Die Takt­ge­schwin­dig­keit die­ses Pro­zes­ses kommt laut Andreas Dossow, Lei­ter des Pro­dukt­ma­nage­ments Elek­tro­me­cha­nik bei Ber­ker, an die des Spritz­gus­ses ther­mo­plas­ti­scher Mate­ria­lien heran.

Die Beson­der­heit von „Q.1“ ist aber nicht unbe­dingt sein Mate­rial, son­dern die matte, sam­tig anmu­tende Ober­flä­che. Ver­ant­wort­lich dafür zeich­net nicht etwa eine Softtouch-Beschichtung, deren Lebens­dauer bekannt­lich begrenzt ist. Jeden­falls genügt ihre Sta­bi­li­tät nicht, um die nicht sel­ten über 20 Jahre wäh­ren­den Nut­zungs­zei­ten von Elek­tro­schal­tern ohne Abrieb oder Auf­po­lie­ren zu überstehen.

Also ging es darum, die sam­tige Hap­tik werk­zeug­sei­tig direkt in die harte Schicht des Duro­plas­tes zu inte­grie­ren und bereits beim Spritz­pres­sen zu erzeu­gen – eine tech­no­lo­gi­sche Her­aus­for­de­rung. Erst nach lan­gen Opti­mie­rungs­schlei­fen gelang es, den Effekt zu errei­chen – Desi­gner und Werk­zeug­bauer arbei­te­ten in die­ser Phase beson­ders inten­siv zusam­men. Wel­che beson­dere Werk­zeug­tech­nik zum Tra­gen kommt, bleibt vor­erst Berker-Betriebsgeheimnis – auch, wie der nächste Schritt, die sichere Imple­men­tie­rung in die Seri­en­pro­duk­tion gemeis­tert wurde.

Ber­ker plante zunächst erneut eine hoch­glän­zende, polar­weiße Ober­flä­che, weil die aktu­el­len Rück­mel­dun­gen vom Markt deut­lich in diese Rich­tung deu­te­ten. Dass diese Idee ver­wor­fen wurde, fusst auf den Erkennt­nis­sen von Jens Patt­berg. Mit sei­nem Desi­gn­büro Brains4Design gestal­tete er die neue Schal­ter­se­rie – und die cha­rak­te­ris­tisch matte, sam­tig anmu­tende Ober­flä­che. „Hoch­glanz ist zwar momen­tan ange­sagt, wird aber schon bald von mat­ten Flä­chen abge­löst, das wird auch die Schal­ter­bran­che mehr als bis­her tan­gie­ren“, erläu­tert Patt­berg. Und da Elek­tro­schal­ter in der Regel erst zwei bis drei Jahre nach der Markt­ein­füh­rung für nen­nens­werte Verk­aus­f­zah­len sor­gen, könne man nicht die augen­blick­li­chen Kun­den­prä­fe­ren­zen zum Maß­stab machen.

Q.1“ ist aus­schließ­lich in Polar­weiß erhält­lich – ers­tens ist es der Farb­ton mit der höchs­ten Nach­frage in der Gesamt­bran­che, zwei­tens deckt sich so Farb– und For­men­spra­che mit ihren plan­ge­spann­ten Flä­chen optimal.

Links
www​.ber​ker​.de
www​.brain​s4​de​sign​.com

Fotos
Berker

Die aus­führ­li­che Ver­sion die­ses Arti­kels fin­den Sie als Erst­ver­öf­fent­li­chung im Design Report 05/09.

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1 Kommentar

  1. wer ist noch der mei­nung, dass matt / sam­tig in drei jah­ren bei seri­en­pro­duk­ten in der haus­tech­nik eine nen­nens­werte rolle spielt ? JRS

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