Antibakteriell auf Zellulosebasis

Dieses Vlies nutzt „smartcel hygienic“, eine durch Kupferionen antibakteriell wirkende Lyocellfaser mit Faserlängen von durchschnittlich 38 Millimetern | Foto: Smartfiber
Während man sich noch über Sinn und Unsinn von Silberionen in Kleidung streitet, stellt Smartfiber aus Thüringen eine etwas andere Materialtechnologie vor. Die Faser „smartcel hygienic“ unterscheidet sich von den marktüblichen antibakteriell ausgerüsteten Fasern in zweierlei Hinsicht. Erstens besteht sie zu 77 Prozent aus Zellulose, einem natürlichen Rohstoff; zweitens beruht die Wirkung auf Kupferionen.
Kupfer ist im Gegensatz zu Silber kein Fremdstoff im menschlichen Organismus: Kupfer unterstützt die Bildung des Blutfarbstoffes Hämoglobin, die Wundheilung, stärkt das Autoimmunsystem und den Knochenbau. Kupfer wird permanent über die Nahrung aufgenommen und in körpereigenen Depots gesammelt.
Die Faser „smartcel hygienic“ besteht im Kern aus einer Lyocellfaser, die mit einer wässrigen Kupfersalzlösung getränkt wird bis ein analytischer Kupfergesamtgehalt von 27 Gramm je Kilogramm Lyocellfaser erreicht ist. Durch diese hohe Konzentration genügt in der Regel eine geringe Beimischung der Funktionsfaser in ein textiles Produkt. Kupfer blockiert das Enzymsystem von Mikroorganismen und hemmt damit die Vermehrung von Pilzen, Bakterien oder Viren.
In Luftfiltern von Klimaanlagen oder Staubsaugern eingesetzt, sorgt „smartcel hygienic“ für eine bessere Raumluft und beseitigt auch unangenehme Gerüche.
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