Solar Impulse startet Motoren

Schlanker Rumpf, großer Heckstabilisator: Die HB-SIA beim ersten Rollout, dem gleich der Motortestlauf folgte.

Der Versuchsträger HB-SIA mit seiner enormen Spannweite im Flug, hier noch als Rendering.
Der Erstflug des „Solar Impulse“-Testträgers rückt näher.
Am 6. November arbeiteten die vier, jeweils 10 PS starken Elektromotoren des nach seiner Kennung HB-SIA genannten Flugzeuges zum ersten Mal. Die HB-SIA dient als Technologieträger für das eigentliche Flugzeug „Solar Impulse“, mit dem Bertrand Piccard bereits 2012 in 36 Stunden Nonstop um die Erde fliegen will – ausschließlich mit solarer Energie.
Seit sechs Jahren bereits arbeitet das Team um Piccard an dem ehrgeizigen Projekt, das im Grunde ein völlig neu konzipiertes Flugzeug ist – einschließlich der Cockpit-Instrumente entstehen alle Komponenten unter der Prämisse des Leichtbaus. So wird die HB-SIA ein Startgewicht von 1600 kg haben, bei einer Länge von 21,85 Metern und einer Spannweite von 63,4 Metern – was in ungefähr der Größe eines Airbus A340 entspricht. Die Flächen der HB-SIA bestehen aus 120 Kohlefaserrippen, einem Wabenkern-Sandwich und einem flexiblen Film an der Unterseite. Die Oberseite bilden 11628 monokristalline Solarzellen, deren Wirkungsgrad auf 22 Prozent hochgeschraubt wurde. In der Nacht werden Lithium-Polymer-Akkus die Energie für den sonnenlosen Flug liefern. Mit 400 kg stellen sie fast ein Viertel des Gesamtgewichtes.
Am 6. November wurden erstmals auf dem Flugplatz im schweizerischen Dübendorf die Motoren gestartet und unter Volllast getestet. Die Zweiblatt-Propeller mit jeweils 3,5 Metern Durchmesser drehen sich dabei mit nur 400 Umdrehungen pro Minute. Diese Drehzahl ist notwendig, um das Fluggerät auf der Startbahn zu bewegen – erste Rollversuche sollen bald folgen. Danach sind Manövriertests auf dem Boden geplant, gefolgt von Beschleunigungsversuchen und schließlich den ersten Flügen in geringer Höhe.
Fotos
Solar Impulse



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