Haifischhaut für Schiffe

Ribletstruktur der Beschichtung unter dem Rasterelektronenmikroskop | Foto: Fraunhofer IFAM
Dem Haifisch abgeschaut: Eine Strukturbeschichtung für Schiffsrümpfe
Am Fraunhofer-Institut IFAM in Bremen arbeitet man schon seit einiger Zeit an bionisch inspirierten Beschichtungssystemen. Darunter ein System, das die feine Hautstruktur der agilen Haifische nachempfindet. Die Ribletstruktur soll Oberflächen, also das Unterwasserrumpf von Schiffen, geschmeidiger durch die Meere gleiten lassen.
Jetzt hat eine realistische Untersuchung diese These bestätigt. Im Hydrodynamik- und Kavitationstunnel der Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt (HSVA) testete man einen acht Meter langen, torpedoförmigen Körper bei Anströmgeschwindigkeiten bis zehn Meter pro Sekunde. Zunächst wurde der Körper mit glatter, dann mit strukturierter Oberfläche getestet. Dabei ergab sich eine Reduzierung des Reibungswiderstandes um fünf Prozent durch die Riblets – was im Großmaßstab entweder die Drosselung der Maschinen erlauben würde oder das Fahren höherer Geschwindigkeiten.
Ein Projektkonsortium aus IFAM, einer Reederei und Industriepartnern ist nun dabei, die Struktur in ein praxistaugliches Beschichtungssystem zu überführen. Dazu gehört beispielsweise auch die Integration eines Anti-Fouling-Konzeptes, das den effektmindernden Bewuchs durch Muscheln verhindert.












