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Geneigte Flächen

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Geneigte Flä­chen, auf­ge­räumte Decks: Der Tri­ma­ran „Inde­pen­dance“ der US-Marine wird sei­nen kla­ren Ein­fluss auf den zivi­len Schiff­bau neh­men | Foto: Austal

Mili­tä­ri­scher Schiffs­bau als Vor­bild für Yachten?

Sich unsicht­bar zu machen ist heute fast unmög­lich. Aber unter dem Stich­wort „Ste­alth“ bedient sich vor allem das US-Militär unter ande­rem einer ganz beson­de­ren For­men­spra­che, die auf­tref­fende Radar­strah­len so streuen soll, dass sie nicht mehr zum Sen­der zurück­ge­wor­fen wer­den, das Objekt damit „unsicht­bar“ wird. Vor­rei­ter die­ser Tech­no­lo­gie war der Flug­zeug­bau, inzwi­schen zieht der Schiffs­bau nach.

Inter­es­sant ist, dass der Schiffs­bau nun die Stealth-Formgebung der ers­ten Jets wie­der auf­nimmt, näm­lich plane Flä­chen in bestimm­ten Win­kel­be­zie­hun­gen so addiert, dass ein drei­di­men­sio­na­ler Kör­per ent­steht. Damit unter­schei­den sich diese Schiffe optisch deut­lich von der tra­di­tio­nel­len Sti­lis­tik mit schwung­vol­len, flie­ßen­den For­men. Weil Schiffe immer noch haupt­säch­lich aus Stahl oder Alu­mi­nium beste­hen, wird die Stealth-Eigenschaft durch diese kan­tige, fast kris­tal­line Form hergestellt.

Dass diese For­men­spra­che bereits auf den zivi­len Bereich Ein­fluss nimmt, zeigt bereits Bei­spiele aus dem Yacht­be­reich, etwa die „Wallypower“-Serie von Wally oder die 118-Meter-Superyacht „Sigma“, die Phil­ippe Starck gestal­tete. Aller­dings han­delt es sich bei die­sen Ent­wür­fen stets um Ein­rumpf­schiffe, Tri­ma­rane im Yacht­be­reich exis­tie­ren bis­her noch nicht. Der Vor­teil eines Tri­marans liegt vor allem in sei­ner Agi­li­tät und sei­ner Hoch­ge­schwin­dig­keit­staug­lich­keit bei zugleich sehr guter See­taug­lich­keit. Kon­ven­tio­nelle Kata­ma­rane kom­men in rauer See schnell an ihre Grenzen.

So folgt die „LCS2 Inde­pen­dence“ dem Trimaran-Aufbau, wird von vier steu­er­ba­ren Was­ser­jets ange­trie­ben und läuft auch bei 2,4 Meter hohen Wel­len satte 45 Kno­ten. Das erga­ben die unlängst durch­ge­führ­ten Pro­be­fahr­ten. Gebaut wurde das Schiff von der ame­ri­ka­ni­schen Toch­ter des aus­tra­li­schen Schnellschiff-Spezialisten Austal.

Links
www​.aus​tal​.com
www​.wally​.com


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  1. Dreirümpfer auf Schnellfahrt | zwomp

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