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95 aus 438: Focus Open

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Focus_Open_Keyvisual438 Ein­rei­chun­gen, 95 Prä­mie­run­gen, davon elf Gold-Auszeichnungen.

Zehn Jahre schon lobt das Design Cen­ter Stutt­gart den „Focus“ aus, wie der Inter­na­tio­nale Design­preis Baden-Württemberg hand­li­cher heißt. In jedem Jahr fokus­sierte sich der Preis, ganz sei­nem Namen gerecht wer­dend, auf einen bestimm­ten Aspekt der Pro­dukt­welt – was zum einen höchst inter­es­sante Ergeb­nisse brachte und den „Focus“ zum ande­ren von den bei­den gro­ßen Prei­sen in Deutsch­land unter­schied, deren Umfang immer mehr anschwillt. Nun, zum Jubi­läum hob man in Stutt­gart die the­ma­ti­sche Fixie­rung auf, wes­halb der „Focus Open“ auch rekord­ver­däch­tige 438 Pro­dukte ein­ge­reicht wur­den. Übri­gens auch aus den USA und Japan. 95 davon wählte  die Jury wäh­rend einer zwei­tä­gi­gen Mara­thon­sit­zung im Mai 2009 aus und ver­gab 84 Silber-Prämierungen und elf Gold-Auszeichnungen. Letz­tere Zahl spricht für die Unab­hän­gig­keit und Qua­li­täts­ori­en­tie­rung der Jury (und auch den Aus­lo­ber), denn eigent­lich hätte es 15 Gold­preise geben kön­nen, weil 15 Kate­go­rien zur Dis­po­si­tion stan­den. Offen­bar jedoch war der Jury nicht alles glän­zend genug, um Gold zu bekommen.

CX_Kernformwerkzeug_M1_CAD01In der Kate­go­rie „Pro­duk­tion, Mon­tage, Logis­tik“ erhielt das Basis-Kernformwerkzeug „Tokio“ der Stutt­gar­ter CX-Gruppe den Gold-Focus. Das Design die­ses im Ori­gi­nal etwa sechs Ton­nen schwe­ren, modu­la­ren Sys­tems für das Gie­ßen von Moto­ren­kom­po­nen­ten stammt von der CX-Gruppe und Reform Design aus Stutt­gart. Die Jury: „Ein neuer Denk­an­satz und eine her­vor­ra­gende Lösung. Sehr gute Form. Neues und funk­tio­na­les Design (…).“

ivoclarvivadent_empress_dir_004Weit­aus klei­ner ist die in der Kate­go­rie „Medi­zin, Reha­bi­li­ta­tion, Ger­ia­trie“ prä­mierte Pri­mär­ver­pa­ckung „Viva­Pen“. Her­ge­stellt von Ivo­clar Viva­dent, ist die Ver­pa­ckung zugleich das Werk­zeug für die Ver­ar­bei­tung der Den­tal­ma­te­ria­lien. Der Zahn­arzt kann das Werk­zeug ein­hän­dig bedie­nen und punkt– wie men­gen­ge­nau bei­spiels­weise Fül­lungs­ma­te­ria­lien ein­brin­gen. Für das Design ist das Münch­ner Büro Fac­tor Pro­duct verantwortlich.

LichtFür die Fas­sa­den­ge­stal­tung gedacht ist „Ledia FP“, eine Kom­bi­na­tion aus trans­lu­zen­tem Pro­fil­glas und einem boden­sei­tig inte­grier­ten Leuch­t­e­le­ment. Die­ses besteht aus sechs RGB-LEDs, deren Licht­farbe und Farb­wech­sel sich mit­tels acht Pro­gram­men vari­ie­ren las­sen. Pro­du­ziert wird „Ledia FP“ von der Hess AG, das Design kam von Win­kels & Partner.

Natür­lich zeigt eine Aus­stel­lung alle 94 Prä­mie­run­gen im Ori­gi­nal (bis auf das sper­rige „Tokio“), auch in die­sem Jahr wie­der im Werk­zen­trum in Lud­wigs­burg, Schluss­tag ist der 29. Novem­ber. Ein Kata­log mit eine schick gestanz­ten Cover, allen Pro­duk­ten und den Jury-Urteilen liegt auf (av-edition, 256 Sei­ten, 49 Euro).

Der­weil lau­fen schon die Vor­be­rei­tun­gen zum elf­ten „Focus“ – ver­mut­lich wie­der ohne the­ma­ti­sche Ein­gren­zung. Ob diese Öffnung sinn­voll ist, mag frag­lich sein. Denn so ver­schwin­det das Dif­fe­ren­zie­rungs­kri­te­rium zu den Awards der „Kon­kur­ren­ten“ in Essen und Han­no­ver. Übri­gens erhielt das vor eini­gen Jah­ren vom baden-württembergischen Wirt­schafts­mi­nis­te­rium zum Stutt­gar­ter Regie­rungs­prä­si­dium umge­zo­gene Design Cen­ter inzwi­schen dort den Sta­tus eines eige­nen Referates.

Die Jury-Mitglieder
Silke Claus, Han­no­ver
Ste­fan Diez, Mün­chen
Michael Lanz, Mün­chen
Fre­de­rick Rick­mann, Aar­hus
Nicola Statt­mann, Frank­furt
Alex Ter­za­riol, Bressanone

Links
www​.design​-cen​ter​.de

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