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Straßenbahn mit Akku

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Die Stromabnehmer bleiben unten, trotzdem fährt „Combino Plus“ bis zu 2,5 Kilometer wie gewohnt weiter.  Foto: Siemens

Die Strom­ab­neh­mer blei­ben unten, trotz­dem fährt „Com­bino Plus“ bis zu 2,5 Kilo­me­ter wie gewohnt wei­ter. Foto: Siemens

Bis zu 2,5 Kilo­me­ter ohne Strom aus der Ober­lei­tung: Sie­mens „Com­bino Plus“.

Wäh­rend Bom­bar­dier seine Stra­ßen­bahn „Pri­move“ mit­tels Induk­tion per­ma­nent mit elek­tri­scher Ener­gie ver­sorgt, beschränkt sich Sie­mens mit der „Com­bino Plus“ auf eine limi­tierte ober­lei­tungs­freie Fahrt. Rund 2,5 Kilo­me­ter soll nach Anga­ben von Sie­mens die Bahn in der Lage sein, ohne externe Strom­zu­fuhr zurückzulegen.

Erreicht wird dies durch eine Kom­bi­na­tion aus Brems­re­ku­pe­ra­tion, Dop­pel­schicht­kon­den­sa­to­ren und Nickel-Metallhydrid-Akkus. Die Kon­den­sa­to­ren mit einer Kilo­watt­stunde Kapa­zi­tät laden sich schnell mit Ener­gie auf und geben diese rasch wie­der ab – etwa beim Anfah­ren, die Bat­te­rien (1,8 kWh) arbei­ten lang­sa­mer, dafür aus­dau­ern­der.  Beide Spei­cher wer­den ent­we­der mit Brem­s­en­er­gie, sta­tio­näre Lade­sta­tio­nen oder der Ober­lei­tung aufgefüllt.

Die Kom­po­nen­ten des Sys­tems „Sit­ras HES“ sind auf dem Dach mon­tiert und eig­nen sich so auch für die Nach­rüs­tung bereits akti­ver Bah­nen. Sie­mens will so den Stra­ßen­bahn­be­trieb vor allem in engen Tun­nels, in Alt­städ­ten, auf kom­ple­xen Kreu­zun­gen oder unter Brü­cken ein­fa­cher machen. Neben­bei ent­las­tet die Spei­cher­tech­no­lo­gie das Strom­netz vor kri­ti­schen Spit­zen beim Anfah­ren – und soll oben­drein noch 30 Pro­zent Ener­gie sparen.

Erprobt wird die Tech­nik der­zeit in den bei­den por­tu­gie­si­schen Städ­ten Almanda und Seixal.

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