Schwitzende Dummies

Der Schwitzdummy und sein Erfinder: Mark Richards mit der ersten, noch gesichtslosen Version von „SAM“. Foto: Empa
Vom Schwitzkopf zum Schwitzdummy
Er macht das, was der Mensch eigentlich nicht will und doch muss: er schwitzt. Und zwar hemmungslos, genauso wie es sich gehört, wenn man den Berg hochsteigt oder im Regen Pakete schleppt. Der Schweißproduzent heißt „SAM“, was natürlich eine Abkürzung ist und für „Sweating Agile thermal Manikin“ steht. Entwickelt wurde dieser spezielle Dummy von Mark Richards, einem britischen Physiker und Physiologe, der bis 2008 an der EMPA in schweizerischen St. Gallen forschte. Im Herbst des gleichen Jahres gründete er die Humanikin GmbH, die sich speziell der Entwicklung dieser speziellen Simulationspuppen widmet. Tatsächlich hat der „SAM“ zwei Vorgänger: einen Schwitztorso zur objektiven Beurteilung von Schlafsackmaterialien und den Schwitzkopf „Alex“ für Helmtests.
Alle diese „Manikins“ genannten Dummies erlauben es erstmals, die klimatischen Eigenschaften von Funktionstextilien unter definierten Laborbedingungen zu prüfen – ohne subjektiv urteilende Probanden.
„SAM“ soll in der nächsten Version eine verbesserte Haut bekommen, dazu ein anatomisch geformtes Gesicht, Hände und Füße.
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