Metallrahmen als Antenne
10.8.09 &bull Autor: Armin Scharf • Rubrik: Materialien • Schlagworte: Haptik, Metalle, Telefone

Schurloses Telefonieren trotz Metallgehäuse: Der verchromte Zinkdruckgussrahmen des Gigaset SL780 mit den vergoldeten Kontakten für die Platine. Foto: Scharf
Das Gigaset SL780 liegt gut in der Hand, weil das Gehäuse aus Zinkdruckguss besteht.
Der einst zum Siemens-Konzern gehörende Geschäftsbereich DECT-Telefonie ist inzwischen unter seiner Marke Gigaset allein auf dem Markt unterwegs – und laut eigenen Angaben Marktführer in Deutschland, was die schnurlose Telefonie betrifft.
Das Premium-Modell Gigaset SL780, entworfen vom Stuttgarter Designbüro Platinumdesign verfügt erstmals über einen Gehäuserahmen aus Metall. Bisher galt dies wegen der Abschirmung der innen liegenden Hochfrequenz-Antenne als nicht machbar. Bei Gigaset löste man dies und nutzt das Gehäuse selbst als Antenne, die Impedanz der Bedienerhand während des Telefonierens ist dabei in die Antennencharakteristik eingerechnet. Der Kontakt zwischen dem Antennengehäuse aus verchromten Zinkdruckguss und der Elektronikplatine im Inneren übernehmen kleine, vergoldete Punkte am Rahmen.
Gleich zwei neue Patente sind im Telefon integriert, die Entwicklung bis zum Prototypen dauerte nur drei Monate.
Gigaset will laut Markus Schmitt-Fumian, Designchef des Unternehmens, künftig noch stärker neue, haptisch erfahrbare Materialien als Differenzierungsmerkmal in die Produkte integrieren, beispielsweise keramisch gefüllte Kunststoffe oder neue Soft-Touch-Techniken.

Komplettes Set mit Telefon, Ablageschale (auch aus Zinkdruckguss) und Basisstation. Foto: Gigaset
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